Beelens Bauhof bei Schnee ganz cool
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Das schwere Gerät wurde bei den ersten Schneeflocken in diesem Dezember auf seine Einsatztauglichkeit überprüft. Urteil der Bauhofmitarbeiter: Der Winter kann kommen.
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Ludger Schürhörster leidet nicht unter Schlaflosigkeit, er muss den Wintereinsatz in der Gemeinde Beelen koordinieren. Das macht der 55-Jährige nicht allein.

42 Tonnen Salz

Die Mannschaft von der Feldstraße zählt insgesamt fünf Personen. Ist die Axtbachgemeinde in weiße Pracht getaucht, müssen zwei Mitarbeiter des Bauhofs an die Arbeit. Mindestens. „In dem Jahrhundertwinter 2010 waren auch vier Mitarbeiter im Einsatz“, berichtet Schürhörster. Das sei aber die Ausnahme gewesen. Gleiches gelte auch für den Salzverbrauch in jenem Jahr. 42 Tonnen Streusalz hat sich die Kommune auf Halde gelegt. „Das müsste reichen“, sagt Schürhörster. Er hat das Taumittel zum 31. Oktober bestellt, nachdem im vorangegangenen Winter lediglich neun Tonnen auf den Straßen und Steigen verteilt worden waren. Schürhörster schwört auf Sackware nicht zuletzt, weil loses Salz die Anschaffung einer Siloanlage voraussetzt. „Geht unser Vorrat auf 20 Tonnen zurück, bestelle ich nach“, sagt der Bauhofleiter.

SMS-Bereitschaft

Der Einsatz von Sole komme für die Gemeinde gar nicht infrage, weil dafür ein komplett anderer Fuhrpark vorgehalten werden müsse. Zwei Schlepper und ein Bulli sind während des Winterdienstes auf Gemeindegebiet unterwegs. Schürhörster, der zu Hause am Abend vorausschauend den Wetterbericht beobachtet und über drohendem Unwetter per SMS alarmiert wird, verlässt sich am liebsten auf sein Gespür. „Um vier Uhr kann man absehen, wie sich das Wetter entwickelt“, sagt er. Gegebenenfalls düst Schürhörster zum Bauhof und klingelt parallel einen Kollegen aus dem Bett, der Bereitschaft hat.

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