Blicke hinter die Dingwerth-Kulissen
Bild: Wiengarten

Firmenchef Ludger Dingwerth (r.) führte seine Gäste über das Firmengelände und die Hallen. Mit dabei war auch CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker.

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 Mit dabei war CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhold Sendker, der, wie die übrigen Besucher auch, eine gelbe Sicherheitsweste überstreifen musste. So sichtbar gemacht, setzte sich die Gruppe in Bewegung.

Firmenchef Ludger Dingwerth erzählte im Gehen, dass er 1979 mit einem MAN angefangen habe. Heute verfügt Dingwerth-Logistik über 40 Lkw und 138 Mitarbeiter an fünf Standorten. Der Chef führte die Gruppe zunächst zu einer Halle mit einem relativ neuen Geschäftsfeld. 2012 hat das Unternehmen die komplette Räderlogistik des Mähdrescher- und Traktorenherstellers Claas übernommen. „Die haben das 100 Jahre selbst gemacht“, erklärte Dingwerth.

Seine Idee, ein System einzusetzen, das man in der Lebensmittel-Logistik schon lange verwende, habe die Verantwortlichen in Harsewinkel überzeugt. NVE-Nummern stehen nun auf allen Reifen und jeder Felge, „bei der Montage werden die beiden Nummern verheiratet, und es entsteht eine neue für das komplette Rad“. Dadurch sei auch nach Jahren noch nachprüfbar, woher jedes Teil stamme.

Die Besucher staunten nicht schlecht, als sie sahen, mit welcher Präzision die großen Reifen bewegt und aufgezogen wurden.

Weiter ging es durch das im Jahr 2000 gebaute Verwaltungsgebäude in die ersten Hallen. Schon seit 1988 gehören Packen und Sortimenterstellung zum Tätigkeitsbereich von Dingwerth, zum Beispiel für Aldi. Fast 20 000 Quadratmeter Lager- und Konfektionierfläche stehen allein in Beelen zur Verfügung. Alle konfektionierten Produkte werden durch ein Logistik-System termingerecht ausgeliefert.

Nun ging es hinaus aus den Hallen mit den vielen Regalen, in denen sich selbst die Gabelstaplerfahrer nur mit Hilfe eines Computers zurechtfinden. Eine moderne Waschanlage hat Dingwerth schon seit 1999. Er ist stolz darauf, dass er keinen Ölabscheider braucht, weil das Waschwasser von Mikroorganismen gereinigt und wiederverwendet wird.

Schon 1997 wurde auf dem Firmengelände eine Windkraftanlage errichtet. „Die erste in der Gegend“, betonte er. Mit dem Strom daraus könne er 70 Prozent des Bedarfs im Betrieb decken. Die Anlage habe sich schnell amortisiert. 2010 ließ Dingwerth die Dächer an allen fünf Standorten mit Photovoltaik-Anlagen belegen.

Mehr zum Thema in der Freitagsausgabe der „Glocke“.

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