Bob Dylan gibt den Weg für Liederabend vor
Bild: Wiengarten
Georg Westhoff begeisterte mit seiner Liedauswahl die Anwesenden und brachte sie aber auch zum Nachdenken.
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Vorab wurde im Forum der Grundschule deutlich: Es soll kein bitterernster Abend werden, eher ein nachdenklicher, der mit einer Prise Humor gewürzt war. Die Begrüßung übernahm für die Gastgeber Pfarrer Norbert Happe, der den Künstlern, Dieter Lohmann (Gedichte) und Georg Westhoff (Musik), für ihre Bereitschaft dankte, den Abend zu gestalten.

Stellung beziehen

Mit Worten von Dom Hèlder Cámara, der sich zeit seines Lebens für Gerechtigkeit und Gleichheit aller Menschen eingesetzt hat, machte der Priester deutlich, dass es wichtig ist, Stellung zu beziehen, damit Gerechtigkeit die Grundlage für dauerhaften Frieden bilde. Georg Westhoff begrüßte vorab mit dem Lied „Es tut gut, hier zu sein…“ die Anwesenden. Dieter Lohmann begann mit einer Gedichtfolge, und sein erstes Werk rückte die Stolpersteine auf dem Villers-Ecalles-Platz in den Mittelpunkt. Diese erinnern an die jüdischen Familien Hertz und Baer, die den Nazis entkamen und fluchtartig Deutschland verließen. Dieter Lohmann (Bild) erinnerte an Abschiebe-Situationen und den 11. September 2001, und er warnte davor, dass heute angesichts des braunen Mobs, der sich teilweise hinter gutbürgerlichen Fassaden verberge, niemand mehr sagen könne: „Wir haben davon nichts gewusst …“.

Braune Pest stoppen

Ein Gedicht widmete Lohmann einem Bild der Warendorfer Künstlerin Irmgard Lütke-Beckmann, die ihr Kunstwerk der Gruppe für diesen Abend ausgeliehen hatte. Die „braune Pest von rechts“, machte Dieter Lohmann deutlich, „kann zerstören. Deshalb muss sie gestoppt werden“. Viele weitere Texte stimmten nachdenklich und machten aber auch Mut, sich einzusetzen. Lieder brachte anschließend Georg Westhoff zu Gehör, die bewegten und die Besucher im Grundschulforum nachdenklich stimmten. „Gib mir Musik“ (Reinhard Mey), „Mein Weg“ (Klaus Hoffmann) und Hannes Waders „Dass nichts bleibt wie es war …“ brachte der Künstler zu gehör. Es folgten Kompositionen von Herman van Veen und John Lennon.

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