Bürger für Beelen: Kammann nicht im Thema
Bild: Gabi Wild
Auto an Auto schiebt sich durch die B64-Ortsdurchfahrt Beelen. Als Vertreter der Initiative „Bürger für Beelen“ hat Heinz Hartmeier gestern in Warendorf schwere Vorwürfe gegen Bürgermeisterin Elisabeth Kammann erhoben, die sich nicht genug für die Umgehungsstraße starkmache.
Bild: Gabi Wild

Bei einer Pressekonferenz, zu der der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker für Mittwoch ins Hotel „Im Engel“ in Warendorf geladen hatte, nahm Heinz Hartmeier kein Blatt vor den Mund: Es sei „vollkommen indiskutabel“, wie sich Elisabeth Kammann zur B 64n-Umgehung verhalte. „Sie ist nicht im Thema, hat keinerlei Interesse an dem Projekt“, klagte Hartmeier, der, wie weitere Vertreter von Initiativen pro B 64n, an dem Gespräch teilnahm.

Besonders stört Hartmeier, dass die Bürgermeisterin „mit zwei Zungen redet“, wie er gegenüber der „Glocke“ betonte: Bei offiziellen Behördenterminen erwecke sie den Eindruck, für die Umgehung zu sein, bei Diskussionen in der Bürgerschaft werde aber deutlich, dass sie nicht hinter dem Projekt stehe. „Frau Kammann geht lieber zum Kaffeetrinken bei Geburtstagsjubilaren anstatt sich um solche für die Gemeinde wichtigen Infrastrukturprojekte zu kümmern“, polterte Hartmeier im Kreis der B 64n-Befürworter.

Wehren konnte sich die Angegriffene bei dem Pressegespräch am Mittwoch nicht. Elisabeth Kammann (FWG) war gar nicht eingeladen, anders als die beiden anderen von der B 64n-Planung betroffenen Bürgermeister Axel Linke (Warendorf) und Marco Diethelm (Herzebrock-Clarholz) sowie Landrat Dr. Olaf Gericke (alle CDU). Stattdessen hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete neben Heinz Hartmeier noch den Ortsunionsvorsitzenden Ewald Grothues gebeten, um die Beelener Position zur B 64n-Planung zu vertreten.

Warum Kammann als einzige betroffene Funktionsträgerin aus den Anrainerkommunen nicht geladen war, begründete Sendker auf „Glocke“-Nachfrage so: „Über mein Büro sind diejenigen eingeladen worden, die noch vom vorigen Treffen der B 64n-Unterstützer auf der Liste standen.“

Die FWG-Bürgermeisterin gehörte noch nie dazu. Es gebe allerdings „keinerlei Berührungsängste“, betonte der CDU-Mann.

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