Concordia in Eintracht von Cash zu Ebstein
Bild: Baumjohann
Konzentriert, unaufdringlich und variantenreich: Die Sänger des MGV Concordia Beelen präsentierten am Sonntagabend in der Halle von Rampelmann und Spliethoff ein regionales Konzertereignis.
Bild: Baumjohann

Die Stahlbauhalle von Rampelmann und Spliethoff war Veranstaltungsort des MGV-Jahreskonzerts. Wie im Vorjahr hatte der Chor keine Mühen gescheut, um die Halle in einen Konzertsaal mit angenehmer Atmosphäre zu verwandeln: Bunte Lichteffekte erstrahlten im Zuschauerraum, Scheinwerfer setzten die Sänger auf der Bühne in Szene.

Ring aus Feuer

Und nicht zuletzt verknüpfte die historische Fahne, mittig im Bühnenhintergrund aufgehängt, den Gesang des MGV Concordia mit der Arbeitswelt, in der die Sänger und die zahlreichen Zuhörer in der Stahlbauhalle zu Gast waren. „Unser Jahreskonzert ist das Ergebnis einjähriger Probenarbeit”, bilanzierte der musikalische MGV-Leiter Reinhold Reiker. Ein Ergebnis, das sich hören lassen konnte. Mit dem „Ring aus Feuer“, original von Johnny Cash, „Wunder gibt es immer wieder“ (Katja Ebstein), dem „Herr, ich folge dir“ von Plante und Stole sowie Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“ stellten die Mitglieder des MGV Concordia stimmliche Qualitäten und musikalische Vielseitigkeit unter Beweis. Beides spiegelte sich auch im Hauptwerk des Abends wider, den fünf Sätzen „Singe“, „Zeit“, „Carpe diem“, „Mit Musik durchs Leben“ und „Nur, wer an die Zukunft glaubt“ aus der Suite für Männerchor und Orchester, die Michael Schmoll unter dem Titel „Singen in Zeit und Zukunft“ für das 150-jährige Bestehen des Chorverbands NRW 2012 komponiert hatte.

Tolle Instrumentalisten

Die Suite, die mit romantischen Passagen und Elementen aktueller Popmusik einen Bogen über die Jahrhunderte schlägt, brachten die Concordiasänger zusammen mit Salon-Musikern aus der Region zu Gehör: Die Violinistinnen Maike Nüßing und Pia Stengel-Potthoff, Angela Sebesta am Violoncello und Kerstin Süllentrup an der Viola, Kontrabassist Christian Bamberg, Ralf Schmuck an der Trompete, Klaus Andresen (Horn) und Daniel Brzozowski mit der Posaune begleiteten die Sänger ebenso wie Burkhard Kohkemper am Klavier. Aber nicht nur gemeinsam mit dem MGV Concordia wussten Blechbläser und Streicher zu überzeugen, konnten sie ihr Können am Sonntag in der Stahlbauhalle von Rampelmann und Spliethoff doch auch mit Instrumentalstücken unter Beweis stellen. Eine Neuauflage ist wünschenswert.
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