Defizit nicht so hoch wie befürchtet
BIld: dpa
Mehrerträge und Minderaufwendungen haben dafür gesorgt, dass das Haushaltsdefizit 2013 der Gemeinde Beelen nicht so hoch ausgefallen ist wie befürchtet. Kämmerer Erich Lillteicher hat den Jahresabschluss 2013 im Rat vorgestellt und erläutert.
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 Dabei standen den Einnahmen der Gemeinde (8,2 Millionen Euro) Ausgaben von 10,3 Millionen Euro gegenüber. Damit habe die Gemeinde ihr ursprünglich eingeplantes Defizit von 2,86 Millionen Euro um 765 000 Euro verbessern können. Grund dafür ist unter anderem die von Bürgermeisterin Elisabeth Kammann gemeinsam mit weiteren Kommunen eingereichte Verfassungsbeschwerde gegen das Einheitslastenabrechnungsgesetz. „Da hat uns das Glück in die Hand gespielt. Bislang hat sich noch kein juristisches Vorgehen so gelohnt“, betonte Lillteicher, der auf Mehreinnahmen von 435 000 Euro in diesem Bereich verweisen konnte.

Weil die Gewerbesteuer drastisch eingebrochen war („Die Glocke“ berichtete), musste die Gemeinde unter anderem weniger Gewerbesteuerumlage bezahlen. Das ist für den Kämmerer jedoch noch lange kein Grund zum Jubeln: „Man kann an diesem Jahresabschluss gut erkennen, wie schnell die Finanzen einer Gemeinde in Schieflage geraten kann, wenn die Gewerbesteuereinnahmen wegbrechen und gleichzeitig keine Schlüsselzuweisungen vom Land erfolgen“, erklärte Lillteicher, der in den vergangenen Monaten Ernüchterungen vor allem bei seinem Steckenpferd – den Zinserträgen – erfahren musste.

Weil er einen Betrag von nahezu 250 000 Euro für drei Monate habe anlegen wollen, habe er zahlreiche Telefonate und Gespräche mit verschiedenen Kreditinstituten geführt – vergebens. „Mit Blick auf das aktuelle Zinsniveau hat eine Anlage keinen Sinn gemacht“, zeigte sich Lillteicher enttäuscht.

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