Denkmäler haben viel zu erzählen
Bild: Wiengarten
Das Denkmal am Alten Kirchplatz 8 ist ein traufenständiges, langgestrecktes Fachwerkhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Satteldach und trapezförmigem Grundriss.
Bild: Wiengarten

 Es handelt sich hier um einen umfriedeten jüdischen Friedhof mit sechs Grabsteinen, von denen die drei ältesten die Jahreszahlen 1876, 1878 und 1891 aufweisen. Alle Steine tragen den Familiennamen „Hertz“. Etwas weiter, an der Neumühlenstraße 25, bietet sich der Besuch einer Wegekapelle an.

Das kleine Gotteshaus aus Backstein in schlichten neugotischen Formen beherbergt im Innern auf einem Altar eine Herz-Jesu-Figur. Das Baujahr ist mit 1910 angegeben. Wie Wilfried Lübbe in seinem Band zwei aus der Reihe „Beelen in Bildern und Geschichten“ berichtet, stand das Kunstwerk früher am Elternhaus von Theodor Strotkamp im Thier. Das Haus brannte 1932 ab, und die Wegekapelle wurde von Karl Hagemeier neben dem Hofneubau an der heutigen Stelle originalgetreu wieder aufgebaut.

 Der dritte Vorschlag zur Besichtigung von außen betrifft das Fachwerkhaus am Alten Kirchplatz 8. Hierbei handelt es sich um ein traufenständiges, heute verkleidetes und langgestrecktes Fachwerkhaus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit Satteldach und trapezförmigem Grundriss. Das Gebäude ist für die Gemeinde bedeutend, da es als einziges Bauwerk der ehemaligen Kirchringbebauung, dem gewachsenen Zentrum Beelens, erhalten geblieben ist. Von innen und außen ist das Haus Heuer an der Gartenstraße in der Zeit von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Für Gespräche und Informationen stehen die Mitglieder des Vereins „DorfGut Beelen“ zur Verfügung. Das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete Gebäude wurde durch die Eigentümer mehrfach umgebaut. Dadurch ist dokumentiert, wie die jeweiligen Bewohner die Wohn- und Arbeitsstätte ihren eigenen Ansprüchen angepasst haben.

 Der Verein „DorfGut Beelen“ hat sich zum Ziel gesetzt, das denkmalgeschützte Haus zu restaurieren. Aktuell ist zu berichten, dass alle Mauerwerke erneuert wurden, und das fast ausschließlich mit den historischen Klinkern. Später soll es zu einer Begegnungsstätte für alle Bürger werden. Kulinarisch hält der Verein „DorfGut Beelen“ neben Bauernbrot mit Schinken oder Schmalz auch Kaffee und Kuchen sowie Kaltgetränke für die Besucher bereit.

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