Einmal stechen und Menschen doppelt helfen
Bild: Hartmann
Um sich für eine Spender-Kartei für Leukämiekranke typisieren zu lassen, füllte Sven Bellmann am Informationsstand von Dieter Engbersch ein Formular aus.
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„Einmal stechen, zweimal helfen – das ist unser Motto“, erklärt Dieter Engbersch von der Stefan-Morsch-Stiftung, der die Spender über die Typisierung informierte.

Fünf Milliliter Blut werden den Teilnehmern neben der Blutspende zusätzlich abgenommen, ein Formular muss ausgefüllt werden und schon ist man potenzieller Lebensretter eines Krebskranken. „Wir haben eine gute Quote“, zeigt sich Engbersch zur Halbzeit der Aktion zufrieden. 13 Menschen haben sich an diesem Abend schon registrieren lassen. Es seien schon viele Blutspender bereits typisiert oder kämen für die Aktion nicht in Frage, da sie bereits älter als 40 Jahre seien, fügt Engbersch hinzu.

Auch Lucie Brotzki vom DRK verfolgte den Verlauf des Abends erfreut: „Wir hatten im Vorfeld gehofft, dass es 200 Spender werden und das ist uns auch geglückt“, konnte sie am Ende vermelden. Während das eigentliche Blutspenden von zwei Ärzteteams des Blutspendediensts Münster übernommen wurde, kümmerte sich das Team des Beelener DRK wie immer um die Anmeldung und die Bereitstellung eines reichhaltigen Büfetts.

Zu den insgesamt 205 Teilnehmern zählt auch die 20-jährige Carina Tarner, die bereits zum vierten Mal in der ehemaligen Hauptschule ihr Blut spendet. „Mein Vater meinte ,Komm doch mal mit’ und dann bin ich am Anfang des Jahres zum ersten Mal hier gewesen“, erinnert Tarner sich. Bei der ersten, obligatorischen Untersuchung habe der Arzt schmunzelnd festgestellt, dass sie wohl ganz schön aufgeregt sei, „aber jetzt“, sie zuckt mit den Schultern, „ist das schon ganz normal“.

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