Filmreihe unterstützt Integrationswille
Bild: Wiengarten
Ein Film, berührte, ein Streifen, der sensibel und auch humorvoll ist. Alle die ihn gesehen haben, freuten sich über das Angebot. „Hoffen wir, dass beim nächsten Mal noch mehr Menschen kommen, damit das Angebot Fortbestand hat“, sagte eine der Anwesenden.
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Vorab begrüßte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann die Anwesenden. Sie dankte der Integrationsbeauftragten für die Organisation, und einen Dank richtete sie an Cagri Civak, der im Rahmen eines Praktikums bei der Gemeinde Beelen die Aktion mit unterstützte.

Türkische Snacks

Ein weiterer Dank der Bürgermeisterin galt den Mitbürger, die mit schmackhaftem türkischen Tee und Gebäck dem Abend eine besondere Note gaben. Gereicht wurden aber auch Kaltgetränke und andere Snacks. Ein Kerngedanke von Max Frisch hat die Produktion des mehrfach ausgezeichneten Films bestimmt. „Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen“, lautet der Ausspruch des bekannten Schriftstellers. Der Film zeigte auf, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. „Almanya“ zeigt die Lebensgeschichte einer Familie, die aus der Türkei nach Deutschland kam, um hier als „Gastarbeiter“ zu arbeiten. Nach und nach integrierten sie sich, lernten die deutsche Sprache und bekamen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Film pendelt zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und zeigt die durch kulturelle Unterschiede entstehenden Schwierigkeiten. Der Film erwies sich als sehr versöhnlich und berührte. Viele Beelener Bürger mit türkischem Migrationshintergrund waren gekommen. Was an dem Abend vermisst wurde, waren Frauen und Männer, die persönlich einen rein deutschen Lebenshintergrund haben, denn der Film konnte dazu beitragen die Nachbarn und Arbeitskollegen mit türkischem Migrationshintergrund etwas besser zu verstehen. Eine der anwesenden Damen gestand: „Mir kamen die Tränen. Es war alles so, wie mein Vater es erzählt hat.“ Wer in den 1960er-Jahren in Deutschland aufgewachsen ist, konnte diese Aussage bestätigen. Die Anwesenden zeigten sich sehr interessiert und waren von der Vorführung begeistert.

„Alles koscher“

Die Filmserie wird am Montag, 13. Januar, 20 Uhr, fortgesetzt, ebenfalls in Raum 20 des Rathauses. Gezeigt wird dann der Streifen „Alles koscher“. Dann steht Mahmud Nasir im Mittelpunkt. Er ist ein überzeugter, wenn auch nicht gerade strenggläubiger Moslem. Seine Mutter stirbt und er macht eine Entdeckung, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt. Er findet seine Geburtsurkunde, die ihn nicht nur als Adoptivkind, sondern auch als Juden ausweist. Ein gelungener Film, der mit Humor viele Lebensbereiche beleuchtet.

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