Frauen mit mörderischen Gedanken
Bild: Wiengarten
Alexandra Kampmeier begeisterte mit ihren Mordsgeschichten rund um das Beseitigen überflüssiger Männer. Spaß pur wurde geboten und die Mimik und Gestik der ausgebildeten Märchenerzählerin war einmalig.
Bild: Wiengarten

Britta Sobkowiak konnte viele Frauen im restlos ausverkauften Haus begrüßen. Schon zu Beginn gab es etwas ganz Besonders. Die Firma Brummert hatte Hölzer hergestellt und gespendet, auf die Trank und Speisen notiert werden konnten. So musste man am Ende bezahlen, was man auf dem „Kerbholz“ hatte.

Mit Mimik und Gestik entführte die Erzählerin Alexandra Kampmeier in das Reich der wahren Mordlust. Funkelnde Augen, eine ausdrucksstarke Stimme und ein gut dosierte Gestik sorgten dafür, dass alle Frauen schnell aus ihrem Alltag aussteigen konnten und sich im wahren Reich der „weiblichen Mordlust“ – natürlich mit Erfolgsgarantie – wiederfanden.

Ob es darum ging, den Polizistenehemann mit einer Lammkeule zu erschlagen, die trauernde Witwe absolut geschickt zu spielen, dass sogar die Kollegen des Mannes die Lammkeule genüsslich verspeisen, oder ob die charmante Pensionswirtin ihre hübschen männlichen Gäste mit Tee tötet, der mit Blausäure durchsetzt war, bei Alexandra Kampmeier kamen den Frauen die ausgefallensten Mordgedanken ganz naheliegend vor. Auch, dass die mit Blausäure getöteten Jünglinge gekonnt präpariert wurden, belohnten die Frauen mit anhaltendem Applaus.

In den Pausen servierten zwei mutige Männer den Anwesenden hervorragende Weine, leckere Brote und andere Köstlichkeiten. Bei all den auftauchenden Mordgelüsten hielten die beiden Männer dennoch tapfer die Stellung. Auch als die letzte Geschichte begann, in der Walter und Holger die Hauptrolle spielten – sinnbildlich köstlich zubereitet als Steaks in der Küche ihrer Frauen – flüchteten die Männer nicht.

Eine gelungene „Lady-Krimi-Night“ fand leider viel zu früh das Ende. Anhaltender Applaus der Zuhörerinnen, die nach diesem Abend genau wussten, wie man überflüssige oder untreue Ehemänner beseitigen kann, war der ausgebildeten Märchenerzählerin, Alexandra Kampmeier, sicher. Ein Dank ging am Ende des Abends aber auch in Richtung der Verantwortlichen des Beelener Familienzentrums und Bianka Klak, die diesen Abend in Beelen möglich gemacht hatten.

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