Fünf Lämmer toben durch Hofenes Stall
Bild: Stempfle
Fünf neugierige Lämmer spielen im Stall von Ewald Hofene. Sie können es kaum erwarten, auf den Grünflächen rund um das Haus toben zu können. Ihre Mütter beäugen den Besuch eher skeptisch.
Bild: Stempfle

Wie lange schon? Das weiß er selbst nicht so genau, vielleicht sechs, vielleicht sieben Jahre. Mit einem Schaf habe er angefangen, heute tummeln sich vier Muttertiere mit ihrem Nachwuchs im Stall. Die Lämmer sind im Januar und Februar geboren worden. „Zweimal Zwillinge und ein Einzelkind“, sagt Ewald Hofene und lacht. Zwillingsgeburten seien bei Schafen keine Seltenheit, weiß der 81-Jährige aus Erfahrung. Auch Drillinge seien schon in seinem Stall geboren worden. In solchen Fällen müsse er dann zufüttern, die Milch, die das Muttertier gebe, reiche oft nur für zwei.

„Ansonsten sind die Schafe pflegeleicht“, erklärt der Beelener. Im Winter fressen sie täglich einen Ballen Heu, dazu bekommen sie Runkeln. Im Sommer begnügen sie sich mit dem Gras, das sie rund um den Hof fressen können. Genau deshalb hat Ewald Hofene die Tiere angeschafft: Es ging ihm weder um die Wolle noch um die Milch, sondern eher darum, einen lebendigen Rasenmäher zu haben, der das Grün seines Hofs an den Stellen kürzt, an die er mit seinen Maschinen schlecht herankommt. Und diese Aufgabe erfüllen die Schafe zu seiner vollsten Zufriedenheit.

Derzeit sind die Tiere im Stall untergebracht. „Auf den Wiesen steht ja noch nichts“, erklärt Hofene. Wenn sich der Frühling bemerkbar macht, wird es im Stall wuselig. In diesem Jahr wollen schließlich vier junge Böcke ihre Kräfte miteinander messen. Im Mai werden die Schafe sommerfrisch gemacht. Dann werden sie geschoren, und die über den Winter entstandenen Troddeln im Fell werden abgeschnitten. Ob die Wolle, die dabei abfällt, für einen Pullover reichen würde, kann Hofene nicht sagen. Ausprobiert hat er noch nicht, einen Pulli aus hofeigener Wolle zu stricken. Die Vorstellung lässt ihn laut auflachen. „Die Wolle gebe ich an einen Schafhändler“, sagt er. An den werden im Juli, spätestens im August auch die Lämmer verkauft. Denn schlachten will Hofene die Tiere nicht. Im Sommer bekommen die Schafe Herrenbesuch von einem Bock, damit auch beim nächsten Osterfest wieder vorwitzige Lämmer über den Hof springen können.

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