Gäste staunen über Kreativität der Kinder
Bild: Wiengarten
Zahlreiche Künstler hatten sich bei den Malwerkstätten eingefunden und präsentierten ihre Kunstwerke bei einer Vernissage.
Bild: Wiengarten

Wahrscheinlich nicht, denn alle Gäste, die bei der Abschlussveranstaltung in der ehemaligen Grundschule dabei waren, konnten einen Eindruck von dem gewinnen, was Kinder und Jugendliche vier Tage lang in Begeisterung versetzte.

Die Rede ist von „Heimat X“, einem Projekt mit internationalen Künstlern aus der Region, das der Autor und Dramaturg Thomas Richhardt verantwortlich leitet („Die Glocke“ berichtete). Die Kinder und Jugendlichen bekamen die Möglichkeit, verschiedene Kulturen zu erleben und selbst künstlerisch tätig zu werden.

Die Workshops wurden von Künstlern der Initiative in Kooperation mit Partnern vor Ort durchgeführt. Am Freitag fand die Abschlussveranstaltung statt und das vor einem großen Publikum. Möglich gemacht haben das außergewöhnliche Projekt der Jugendtreff in Person von Jugendpfleger Martin Werner, die Gemeindeverwaltung mit der zuständigen Sachbearbeiterin Elisabeth Wiengarten und Pfarrer Norbert Happe. Weil solch ein Projekt auch finanziert werden muss, halfen weitere verschiedene Geldgeber, unter anderem das Land Nordrhein-Westfalen.

Für Beelen war „Heimat X“ ein Ereignis der Spitzenklasse. 70 Kinder lernten von internationalen Künstlern. Mit kleinen Sprachproblemen konnten die Mädchen und Jungen locker umgehen, fanden es sogar spannend, ihren Namen auf Arabisch schreiben zu können. Und das selbst verfasste Gedicht hörte sich im syrischen Dialekt auch nicht schlecht an.

Wer malt, muss nicht viel sprechen, beim Tanz ist das ähnlich. Die Theatergruppe musste sogar am vierten Tag ohne ihren Mentor auskommen, weil der zur gleichen Zeit in einem Theater in Bielefeld eine Hauptrolle spielte. Die Chorwerkstatt hatte zwar nicht den größten Zuspruch gefunden, dafür konnten sich die Musikpädagogen auf die einzelnen Teilnehmer konzentrieren und ihre Stimmen schulen. Bei der Präsentation der Tanzgruppe kamen die Eltern allein schon beim Zuschauen ins Schwitzen.

Das Projekt „Heimat X“ war ein Glanzstück in Sachen Völkerverständigung, half Grenzen und Vorurteile zu überwinden. Ein Wunsch wurde mehrfach geäußert: Neuauflage im nächsten Jahr.

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