„Gib mir Musik“ und heitere Texte
Bild: Wiengarten
Dieter Lohmann trug im Haus Heuer vorwiegend fröhliche Texte vor.
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 „Gedichte, Lieder, Nüsschen“ lautete das Motto im Haus Heuer. Während der Dichter Dieter Lohmann in seiner Heimatgemeinde als Lyriker sehr bekannt ist, hat auch Georg Westhoff inzwischen in Beelen durch seine wunderbare Musik einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Der Warendorfer war viele Jahre lang Lehrer an der ehemaligen Von-Galen-Schule und leitete die Schulband. Dort unterrichtete er gemeinsam mit Dieter Lohmann. Die beiden Künstler verstehen sich prächtig, was im Haus Heuer deutlich zu spüren war.

Im Angebot hatte Lohmann unter anderem seine Klassiker – von den Ereignissen in der Warteschlange an der Kasse des Supermarktes, die Erlebnisse in einer Arztpraxis und die Schaffung des ersten Westfalen. Genial waren seine gereimten Ausführungen über den Knaben „Donald“. Die Gedichte waren mal fröhlich, mal nachdenklich, an diesem Abend luden sie aber vorwiegend zum Schmunzeln und Lachen ein.

Georg Westhoff präsentierte Songs bekannter und weniger bekannter Liedermacher. Er begleitete sich dabei selbst auf der Gitarre. „Gib mir Musik“ forderte er in bester Reinhard-Mey-Manier. Die Zuhörer hingen förmlich an den Lippen des Sängers. Westhoff bot ebenfalls Lieder von Hannes Wader, den Beatles und anderen Größen der Musik und verkündete Friedensbotschaften von John Lennon.

In der Pause wurden wie in den 1960iger-Jahren Knabbernüsschen von den Künstlern verteilt. Überhaupt gab es so manchen Schlenker in die 1968iger, sowohl durch witzige Einlagen als durch die Musik. „Datingplattformen wie ,Parship‘ brauchten wir damals nicht, wir lernten uns auch so kennen“, schmunzelte Westhoff und das Publikum stimmte ihm zu. Es war ein unterhaltsamer Abend und beide Künstler bekamen zu Recht viel Beifall.

Ein besonderer Höhepunkt war die Präsentation der „Bürgschaft“ von Schiller auf Plattdeutsch, die Dieter Lohmann exzellent darbrachte und tosenden Beifall dafür erntete. Das Publikum war begeistert und so war die Atmosphäre fast einzigartig. Ein Dank ging von Christel Kammann vom Verein DorfGut an die Künstler und an das Publikum.

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