Grüne Äpfel süßer als rote
Bild: J. Kleigrewe
Die langen Bambusstangen schnitt Laurin auf die richtige Größe, um aus ihnen eine Unterkunft für Wildbienen zu bauen.
Bild: J. Kleigrewe

Von dem Einsatz von Hawra und Vincent, die sich, ebenso wie die übrigen zwölf Kinder, in ihre Arbeit vertieft hatten, war Andreas Beesten begeistert. Er war als Referent Leiter des Ferienprojekts, das die Gemeinde Beelen an zwei Tagen ausrichtete und dabei eine „Entdeckungsreise durch die Obstwiese“ anbot. „Am ersten Tag haben wir genommen, heute geben wir zurück“, berichtete Beesten, der sich als Obstbaumpfleger bestens mit der Materie auskennt.

Basteln

Denn zum Auftakt am Dienstag war die Gruppe unter anderem auf eine Streuobstwiese in Beelen gegangen, um Äpfel zu pflücken. Das Obst hatten sie mit ins Jugendzentrum genommen und sich dort weiter mit den Äpfeln beschäftigt. „Wir haben ein Quiz über die Obstwiese gespielt und ganz viele Dinge über Äpfel gelernt“, berichtete Crystin, die ebenfalls mit Basteln beschäftigt war. Zum Abschluss des Tages hatten die Kinder noch die gesammelten Äpfel verkosten dürfen – aber mit verbundenen Augen. „Insgesamt hatten wir sechs verschiedene Sorten, so viele gibt es auch in den meisten Supermärkten“, erklärte Andreas Beesten. Die verbundenen Augen seien wichtig, damit die Kinder allein über den Geschmack die Sorten bestimmen mussten. Zu deren Überraschung waren einige der grünen Äpfel viel süßer als die roten. Nach dieser leckeren Lehrstunde sollten tags drauf die Bäume etwas zurückbekommen. Deshalb machte sich die Gruppe erneut zur Streuobstwiese auf, wo sie die Bäume mit Kalk anmalte und Leimstreifen an ihnen befestigte. „Der Kalk schützt gegen den Frost und die Ringe gegen Schädlinge, die an den Bäumen hochkrabbeln“, sagte Beesten.

Flucht vor Regen

Eigentlich wollten die Kinder die Unterkünfte für Wildbienen und andere nützliche Insekten auch direkt im Schutz der Bäume fertigen, doch wegen des schlechten Wetters waren sie gezwungen, in eine Scheune auszuweichen. Die dort gebastelten Unterkünfte werden noch aufgehängt, damit die Insekten eine sichere Unterkunft finden können und zum Abschluss der lehrreichen Tage gab es im Jugendzentrum noch Bratäpfel.

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