Hitze macht Pflanzen zu schaffen
Bild: Kinder
Noch sind die Erdbeeren leuchtend rot, die (v. l.) Robert Ostermann und seine Söhne Bernd (12) und Jonas (7) auf ihrem Feld in Beelen gepflückt haben. Doch bei den anhaltenden heißen Temperaturen und dem fehlenden Niederschlag drohen Ernteeinbußen, weil die Früchte in der Sonne verbrennen könnten. Der Landwirt macht sich deshalb Sorgen.
Bild: Kinder

Denn glaubt man den Prognosen, wird das Wetter in den nächsten Tagen so warm bleiben. Einer von ihnen ist Robert Ostermann, der den Hof Flamme-Ostermann am Hornbusch in Beelen betreibt. Auf dem Weg zum Hofgelände kommt man an einem Erdbeerfeld vorbei, 120 Reihen voll mit grünen Pflanzen, die rote, süße Früchte tragen. Insgesamt 4 Hektar Fläche. Seit 2002 bietet Familie Ostermann Erdbeeren, gepflückt oder zum Selberpflücken, an. Auch Himbeeren haben sie im Angebot. „Aktuell besteht die Gefahr, dass die Früchte in der Sonne verbrennen“, sagt Robert Ostermann besorgt. Das bedeute nichts Gutes für die Ernteerträge, über die man sich bisher nicht beschweren könne.

“Die sind verbrannt„

Mit sorgenvollen Blick zeigt er einige Erdbeeren, die der Sonne bereits zum Opfer gefallen sind. Auf der einen Seite leuchtend rot, die andere Seite braun-gefärbt. „Die sind verbrannt.“ Was bisher nur vereinzelt auftritt, kann bald ein größeres Ausmaß annehmen, denn die Temperaturen bleiben hoch und Niederschlag ist vorerst nicht angekündigt. Um die Früchte vor der Sonneneinstrahlung zu schützen, gibt es spezielle Netze, die man über die Reihen legt: „Mal gucken, ob das hilft“, sagt der Ortslandwirt skeptisch.

Mais rollt die Blätter

Auf dem Feld gegenüber wächst Mais, auch dort sind erste Hitzeschäden sichtbar: „Der Mais rollt seine Blätter zusammen“, sagt Obstbauer Robert Ostermann. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Pflanze zu wenig Wasser hat.“ Davon seien sowohl Silo- und Futtermais als auch Körnermais betroffen. Auch für das Wintergetreide haben die Witterungsbedingungen laut dem Beelener dramatische Folgen: „Die Triticale leidet und wird zur Abreife gezwungen“, sagt er. Damit einher gehen auch Einbußen bei den Erträgen.

Böden mit weniger Speicherfähigkeit

Außer der Hitze und der Trockenheit verstärkt ein zusätzliches Problem die Lage auf dem Feld: „Wir haben hier in Beelen leichte Sandböden und die haben eine nicht so hohe Speicherfähigkeit für Wasser“, erklärt Ostermann. Somit bliebe auch weniger Flüssigkeit für die Pflanzen da. Dadurch können diese sich schlechter weiterentwickeln und vertrocknen im schlimmsten Fall.

Mehr dazu lesen Sie in der Wochenendausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS