Hofstruktur ist prägend für Ortsbild
Die Hofstelle Hövener im Beelener Ortskern soll – soweit dieses möglich ist – in ihrem derzeitigen Bestand erhalten bleiben. Zur Sicherstellung soll eine Veränderungssperre dienen.  Bild: Wiengarten

  Alle übrigen Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses schlossen sich am dienstagabend der Empfehlung an den Rat an, für die Hofstelle Hövener eineVeränderungssperre zu beschließen. Mittels dieser rechtlichen Handhabe, über die der Rat während seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 31. Mai, abschließend zu entscheiden haben wird, sollen, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt, die Planungsziele für den Bebauungsplan „Ortsmitte-Nord II“, für den die Gemeinde Beelen bereits 2008 einen Aufstellungsbeschluss gefasst hatte, abgesichert werden. Zweck des Ganzen ist, „eine städtebaulich geordnete Entwicklung auf der Grundlage der gemeindlichen Ziele zu gewährleisten“. Nach Aufgabe der bisherigen gewerblichen Nutzung der Hofstelle sollen deshalb die „vom Eigentümer angestrebten Folgenutzungen“ in entsprechenden Grenzen gehalten werden. So sollen Ansiedlungen von größeren Einzelhandelsbetrieben mit Verkaufsflächen ab 800 Quadratmetern und den dann notwendigen großen Stellplatzflächen vermieden werden. Stattdessen sieht der Bebauungsplan „ortsgerechte gemischte Nutzungen und Strukturen“ vor. Es gehe dabei in erster Linie darum, das „charakteristische und für den Ortskernbereich prägende“ Bild der zentral an der Bundesstraße 64 gelegenen Hofstelle zu erhalten. Eine Neubebauung, sofern sie sich denn als unumgänglich erweisen sollte, soll sich „kleinteilig und möglichst wieder hofbildend sensibel unter die Hofeichen fügen“. Gleichwohl sollen, insbesondere in den Randbereichen, auch ergänzende Gebäude errichtet werden können. Gänzlich unanfechtbar ist die Veränderungssperre übrigens nicht. Hier bleibt den Eigentümern, auch darauf wird in der Vorlage der Verwaltung verwiesen, der Weg über ein Normenkontrollverfahren.

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