Im Spieltreff geben Kinder die Zeit vor
Bild: Stempfle
Betreuen die zwei- bis vierjährigen Kinder im Spieltreff: (vorne v. l.) Susi Walla-Schöningh und Heide Dieckmann sowie (hinten v. l.) Rita Eggelbusch, Anja Blees und Martina Hans.
Bild: Stempfle

Genug Platz zum Spielen und Toben bietet die Wohnung am Osthoff 9 den derzeit 27 Kindern, die im Spieltreff an zwei Vormittagen in drei Gruppen von 8.30 bis 11.30 Uhr betreut werden. „Das ist unser Bewegungsraum“, sagt Rita Eggelbusch und steckt den Kopf zur Tür hinein. Unter Aufsicht rutschen zwei Mädchen ins Bällebad, ein Junge baut mit Hilfe der pädagogischen Fachkraft Anja Blees einen monströsen Turm aus Schaumstoffwürfeln.

„Kinder brauchen viele Erfahrungs- und Erforschungsmöglichkeiten. Mit der passenden Raumgestaltung und entsprechendem Spielmaterial geben wir den Zwei- bis Vierjährigen vielfältige Anreize zur Förderung“, erklärt Eggelbusch auf dem Weg in die Küche. Dort wird morgens zusammen gefrühstückt und der Tag besprochen. Hier können die Mädchen und Jungen auch kreativ werden und malen, kneten und basteln.

Weiter geht es in das Wohnzimmer. „Die Kinder haben dem Raum diesen Namen gegeben“, sagt die Leiterin und beobachtet einen jungen Blondschopf dabei, wie er eine Kiste voller Duplo-Steinen auskippt, um ein Haus zu bauen. Auch findet sich in diesem Zimmer die Lese- und Kuschelecke. Wer mit Puppen oder Teddys spielen möchte, ist hier richtig.

Aus vier pädagogischen Fachkräften besteht das Team des Spieltreffs, eine weitere Kraft springt bei Bedarf ein. „Damit können wir eine durchgängige Betreuung gewährleisten“, erklärt Eggelbusch. Ziel des Spieltreffs sei es, denn Kindern die Möglichkeit zu geben, sich in ersten Schritten vom Elternhaus zu lösen und sich in eine kleine Gruppe einzugewöhnen. „Eine behutsame, schrittweise Eingewöhnung ist uns sehr wichtig“, betont die Leiterin. „Die Kinder geben uns die Zeit vor, die sie benötigen.“ Auch die Eltern werden eingebunden, sie begleiten ihren Nachwuchs bei ihrer ersten Loslösungsphase. „Das passiert in Ruhe und mit Geduld. Bislang hat noch kein Kind beim morgendlichen Abschied von den Eltern geweint.“

Seit 2005 ist der Spieltreff, der durch eine Elterninitiative gegründet wurde, in Trägerschaft des Beelener Vereins „Eltern für Kinder“. Weil der auch Träger zweier Kindergärten ist, tauschen sich die Pädagogen und Erzieher untereinander aus. „Die Zusammenarbeit funktioniert seit dem ersten Tag“, betont Rita Eggelbusch und weist darauf hin, dass nach den Sommerferien neue Betreuungsgruppen gebildet werden. „Wir haben noch einige Plätze frei.“

Bei Interesse können sich Eltern vormittags selbst ein Bild vom Spieltreff machen oder sich mit der Rita Eggelbusch, unter 02586/8645 oder  0163/5909688 in Verbindung setzen.

Freuen können sich die Kinder schon jetzt auf einen kleinen Spielplatz mit einem großen Sandkasten direkt vor dem Haus, der derzeit geplant wird. „Dann können wir auch gemeinsam an der frischen Luft spielen“, freut sich auch das Betreuerteam auf das erweiterte Angebot.

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