Insektenhotels sind für Spenden zu haben
Theo Steiling (v. l.), Brigitte Hinse und Dieter Lohmann präsentieren ein ganzes Areal von Insektenhotels. Steiling zeigt Exemplare in den französischen und deutschen Nationalfarben.

Der Rentner weiß, dass Wildbienen und Co keine teuren Luxusimmobilien brauchen. Viel günstiger und oft auch Erfolg versprechender geht es schon mit einfachen Mitteln, etwas Wissen und Fantasie.

Mini-Hotels entwickelt

Theo Steiling hat viel Spaß und Freude am Bau der Insektenhotels. Als Naturfreund weiß er aber auch, wie wichtig sie für die kleinen Tierchen sind. Etliche Unterkünfte hatte er bereits im vergangenen Jahr als Gastgeschenk für die französischen Freunde aus Beelens Partnergemeinde Villers-Ecalles gebaut.

Inzwischen sind weitere hinzugekommen, darunter auch Mini-Hotels. Da die Franzosen in diesem Jahr wegen Corona nicht kommen können, liegen die Exemplare nun im Keller. Da helfen sie jedoch nicht weiter, und so will Steiling seine Werke gegen eine Spende unters Volk bringen.

Der Erlös soll einem Projekt des internationalen katholischen Hilfswerks Misereor zugutekommen kommen. Ziel ist es, 100 Euro einzunehmen. Mit dem Geld können im nordafrikanischen Sahelgebiet zwei Hektar Land wieder fruchtbar gemacht werden. Der Klimawandel führt dort zu weniger Bodenfruchtbarkeit durch zu geringem oder unregelmäßigem Regen. Mit Hilfe der Spenden für Werkzeug, Kurse in Anbaumethoden und Saatgut kann eine Kleinbauernfamilie bis zu 120 Prozent mehr ernten und sich so selbstständig aus Armut, Hunger und Not befreien.

Handzettel voller Tipps

Theo Steiling ist kein Einzelkämpfer, er wird von einem starken Team unterstützt. Dazu gehört Brigitte Hinse, die in ihrem Geschäft an der Bahnhofstraße („Mein Blumenladen“) die Insektenhotels gegen eine Spende abgibt. Dazu gibt es je einen von Dieter Lohmann gestalteten Handzettel mit wertvollen Tipps und Informationen. Dessen Enkel Vitus hat sogar die Patenschaft für eine Insekten-Immobilie übernommen.

Die kunstvolle Gestaltung der Häuser stammt in großen Teilen von Elke Hartmann. Zu jedem Exemplar gibt es zusätzlich noch ein Tütchen mit Wildblumensamen. 

Jetzt sei die richtige Zeit zum Anbringen der Insektenhotels, betont Theo Steiling. Er hat unterschiedliche Modelle gebaut. Sie können an Baum oder Strauch aufgehängt und an Wänden aufgehängt werden. Es gibt aber auch Exemplare, die einfach auf Tische oder Fensterbänke platziert werden. Die Öffnungen sollten jedoch stets nach Süden ausgerichtet sein.

Alle Exemplare sind eine Zierde auf jedem Balkon oder an einer Wand in Terrassennähe. Steiling hat viel Freude beim Beobachten der Tierchen, wie sie ihre Brut in die Röhren schaffen und sich um den Nachwuchs kümmern. Übrigens: Keine Angst vor den kleinen Tierchen. Wildbienen stechen nicht, dafür vertilgen sie die Schädlinge.

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