Italiener fühlt sich wohl in der Gemeinde
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Vincenzo Matacchiera ist begeistert von seinem Aufenthalt in Deutschland im Jugendtreff Beelen.
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Nach seinem Masterstudium in Psychologie wollte er im Ausland neue Erfahrungen sammeln. Im Rahmen des Europäischen Freiwilligendiensts bekam Vincenzo von der Gemeinde Beelen eine Zusage, dort ein Jahr lang als Mitarbeiter im Jugendtreff tätig sein zu können. Seit einem Dreivierteljahr plant er dort nun mit seinen Kollegen Aktivitäten für die Kinder.

Diese Arbeit gefalle ihm sehr gut, sagt Vincenzo. So würde er mit seinen Kollegen beispielsweise mit den Kindern malen, backen oder kochen. Die pädagogischen Angebote geben den Kontakten mit den Kindern einen kreativen Rahmen, dienen aber auch dazu, die Sozialkompetenzen der Mädchen und Jungen zu stärken. Diese Arbeit helfe ihm auch beim Erlernen der deutschen Sprache, erzählt Vincenzo. Er bezeichnet Deutsch als interessante, aber nicht ganz einfache Sprache.

Dass Beelen keine große Stadt ist, stört ihn nicht, er sieht diese Tatsache positiv: So habe er schnell neue Kontakte knüpfen und die Kultur kennenlernen können. Auch die geografische Lage zwischen Bielefeld und Münster sowie die nahe Grenze zu den Niederlanden gefallen ihm, sagt Vincenzo. In Italien gebe es viele Stereotype bezüglich Deutschland.

So heiße es dort unter anderem, dass die Deutschen nur Kartoffeln äßen, immer pünktlich seien und alles planen müssten, was Vincenzo mittlerweile zum Teil bestätigen kann. Der größte Unterschied zwischen Deutschland und Italien ist seiner Meinung nach das Wetter: Da er aus Süditalien stammt, habe er bisher keine richtigen Winter mit Temperaturen unter Null Grad gekannt.

Auch das Essen sei anders: In Deutschland gebe es einen Mix aus Gerichten unterschiedlicher Länder, sagt Vincenzo. Es sei interessant, das alles zu probieren. Auch die Schokolade sei in Deutschland süßer als die in Italien. In seiner Freizeit lernt er vor allem die deutsche Sprache. Zurzeit besucht er einen Sprachkursus in Münster. Außerdem geht er in der ländlichen Umgebung von Beelen gern joggen oder fährt in die nahe gelegenen Städte Bielefeld und Münster. Auch Berlin, Hamburg, Köln oder Düsseldorf hat er bereits besucht. Nach seinem Aufenthalt im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes möchte er gerne weiterhin in Deutschland bleiben und später hier als Psychologe arbeiten. Natürlich müsse er dafür noch ein bisschen an seinem Deutsch arbeiten, sagt er. Vor allem die deutsche Kultur, die Mentalität und sogar das Wetter gefallen ihm sehr.

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