Jugendliche Bedürfnisse  im Mittelpunkt
In der peruanischen Hauptstadt Lima hat Jugendpfleger Martin Werner die Arbeit des Jugendtreffs der Gemeinde Beelen vorgestellt.

Der Jugendpfleger aus Beelen ist für 14 Tage in die peruanische Hauptstadt gereist, um sich mit Jugendorganisationen vor Ort zu treffen, sich auszutauschen und um gegenseitig voneinander zu lernen. „Job Shadowing“ nennt sich dieses Modell des Fachaustauschs. Dieses findet im Rahmen des von der EU geförderten Projekts RED 2.0 statt, an dem die Gemeinde Beelen gemeinsam mit neun weiteren Organisationen aus Südamerika, Afrika und Europa teilnimmt. „Es sind unglaubliche Eindrücke, die ich während meines Aufenthalts bekommen habe“, berichtet Martin Werner und führt aus: „Natürlich kann man sich eine Dokumentation ansehen oder einen Bericht lesen, aber mit eigenen Augen zu sehen, welche wertvolle und aufopfernde Arbeit unsere Kollegen in Peru leisten und gegen welche Widerstände sie zu kämpfen haben, ist nur möglich, wenn man vor Ort mit ihnen spricht.“

Gesprochen hat Martin Werner eine ganze Menge in den Tagen seines Aufenthalts. Auf dem Plan standen Treffen mit dem Staatssekretär, Vertretern des Jugendministeriums und des Kongresses. Allerdings waren es die Besuche bei Organisationen, die direkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die einen nachhaltigen Eindruck bei Werner hinterlassen haben. „Aus unserer privilegierten Perspektive ist es schwer vorstellbar, woher die Motivation entsteht, sich trotz jeglicher fehlender öffentlicher Unterstützung und Anerkennung täglich wieder der Aufgabe zu widmen, diese Projekte am Leben zu erhalten“, so der Beelener Jugendpfleger.

Martin Werner beschäftigt noch immer die Aussage von Maria de la Cruz vom Straßenkinderprojekt Manthoc in La Victoria: „Was ist die Alternative? Wenn wir unsere Arbeit nicht tun würden, würden die Kinder einfach zurückgelassen. Für viele ist es die einzige Möglichkeit einer warmen Mahlzeit und des unbeschwerten Spielens am Tag.“ Dennoch gab es für Martin Werner auch eine Vielzahl schöner Erlebnisse, vor allem in den Projekten vor Ort: „Die Kinder haben mich mit Fragen gelöchert und waren unglaublich interessiert. Viele Ansätze und Methoden sind sehr ähnlich zu den unsrigen und einige Dinge werden völlig anders angegangen. Was jedoch immer im Vordergrund steht, ist das Arbeiten nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen.“

Mehr dazu in der Freitagsausgabe der „Glocke“.

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