„Kanal und Bäume sind schuld an Huckelpiste“
Bild: Stempfle
Setzen sich für die Interessen der Anwohner der Ostenfelder Straße ein: (v. l.) Karl Wiengarten, Burkhard Werthenbach, Hubert Bonkamp, Jens-Eicke Langner und Holger Hartmeyer.
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Derzeit wird geprüft, ob und in welchem Maße die 40 Anwohner der Ostenfelder Straße an den durch den Bau- und Planungsausschuss veranschlagten 300 000 Euro für die Sanierung („Die Glocke“ berichtete) beteiligt werden können. Die Beteiligung könnte zwischen 30 und 70 Prozent liegen.

 „Ein Unding“ findet Hubert Bonkamp. Zusammen mit Jens-Eicke Langner, Karl Wiengarten, Holger Hartmeyer, Wolfgang Lieschke und Burkhard Werthenbach hatte er es sich schon im Jahr 2007 zur Aufgabe gemacht, die Anliegerinteressen gegenüber der Politik und Verwaltung der Gemeinde zu vertreten. Genauso lang ärgert die Männer der Zustand der Straße und noch mehr, wie langsam das Verfahren voran geht.

Das Drama in drei Akten begann im Jahr 2004, als ein Kanal, der direkt unter der Straße herführt, erneuert werden musste. Dafür wurde die Fahrbahn halbseitig aufgerissen, der Kanal repariert und die Asphaltdecke wieder geschlossen. „Die eine Hälfte der Fahrbahn wurde DIN-gerecht aufgebaut, die andere nicht“, erklärt Bonkamp das Dilemma. Weil dadurch das Gefüge nicht mehr ineinandergreift, sei der erste Schaden an der Straße entstanden.

Im zweiten Akt spielen die 18 am Fahrbahnrand gepflanzten Linden eine Rolle. „Diese Bäume sind Flachwurzler“, betont Karl Wiengarten. Weil die ihre Wurzeln ausbreiten wollen, habe zuerst der Gehweg gelitten und sich zu einer Huckelpiste entwickelt.

Dann, im vorerst letzten Teil, sei eins zum anderen gekommen: Weil das Straßengefüge nicht mehr griff, konnten sich die Baumwurzeln ungehindert nah unter dem Asphalt ausbreiten und haben diesen stark beschädigt.

„Eindeutig“, so sind sich die Männer der Anwohner-Interessenvertretung sicher, „ist der jetzige Zustand der Straße auf die Kanalbaumaßnahme zurückzuführen. Hätte diese nicht durchgeführt werden müssen, wäre die Ostenfelder Straße auch nicht kaputt gegangen. Und wir müssten uns auch nicht an der Instandsetzung beteiligen.“

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe der „Glocke“.

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