Kinder bringen frischen Wind in Einrichtung
Bild: Wiengarten
Zusammensitzen und sich unterhalten, gemeinsam spielen und zu erleben, wie die Bewohner des Hauses St. Elisabeth so leben, darum geht es bei den Treffen.
Bild: Wiengarten

Ungefähr alle sechs Wochen besucht eine feste Gruppe das Haus oder die Senioren die Kindertagesstätte.

Ziel ist es, sich kennenzulernen, zu bereichern und vor allem aber, viel Freude miteinander zu haben. Bei den Treffen freut man sich über verschiedene Aktivitäten. Es wird gebastelt, gesungen, gespielt und auch mal Sport gemacht. Ins Leben gerufen wurde diese Kooperation im Jahre 2007 von Beate Schlichtmann vom Sozialen Dienst des Hauses St. Elisabeth.

Von Anfang an mit dabei war Viola Adler von der Kita. Jetzt werden beide von Anja Maack (Haus St. Elisabeth) und Anna Lütke Frie (Alexe-Hegemann-Kindertagesstätte) unterstützt. Und die inzwischen 85-jährige Bewohnerin Irmgard Wicherd lässt sich seit zwölf Jahren keinen Termin entgehen. Von diesem generationenübergreifenden Miteinander profitieren alle.

Die Senioren erinnern sich an ihre Kinder und gemeinsames Singen. Geschichten und kleine Bastelarbeiten machen nicht nur viel Freude, sondern trainieren das Gehirn und die Konzentration. Aber auch für die Mädchen und Jungen sind die regelmäßigen Besuche interessant und machen ihnen Spaß. Auch wenn manche Kinder am Anfang noch recht zurückhaltend waren, fanden sie doch schnell Zutrauen und lernten, dass ein älterer Mensch krank werden kann, nicht mehr so beweglich ist, manchmal Dinge vergisst und doch Respekt und Hochachtung verdient.

„Wie lebt ihr eigentlich in diesem Haus?“ wollten die Steppkes kürzlich wissen und schon ging es kreuz und quer durch das Gebäude, um es zu erkunden. Die Bewohner waren zunächst etwas verwundert, aber das quirlige Treiben der jungen Gäste zauberte schnell ein Lächeln auf die Gesichter der Senioren. So frische „Wirbelwinde“ sehen sie nicht alle Tage.

Und so viel anders als eine Kita ist eine Senioreneinrichtung nicht, merkten die Kinder, nur dass man dort ständig wohnt und alles langsamer vonstatten geht. Dass es sich in der Einrichtung gut leben lässt, erfuhren die Mädchen und Jungen auch über den Gaumen. Zusammen mit den Bewohnern schleckten sie Vanilleeis mit frischen Erdbeeren. Und das gibt es in der Sudwiese bestimmt nicht jeden Tag.

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