Kinder experimentieren mit Elementen
Bild: Hartmann
Fast drei Jahre alt und schon eine kleine Künstlerin. Mit Mamas Hilfe pustet Jessika aus Farbklecksen ein Bild.
Bild: Hartmann

 „Folge der Melodie des Windes“ lautet das Motto des Nachmittags der offenen Tür und der Name ist Programm: Bücher, Bastelangebote und Experimente drehen sich ums Thema, während es aus der Küche nach luftig-leckeren Waffeln duftet. So können die Kinder in einem Raum Seifenblasen in Würfel- und Pyramidenform entstehen lassen. „Es geht aber nicht darum, Begriffe aus der Geometrie zu lernen“, erklärt eine Erzieherin, „sondern um die Faszination, was mit Luft und Wasser möglich ist.“

Mit dem gleichen Thema beschäftigt sich die fast dreijährige Jessika auf eine andere Art und Weise: Indem sie Wasserfarbenkleckse mit einem Strohhalm verpustet, erstellt sie ein Kunstwerk. Was ihre ältere Schwester Jana schon souverän bewältigt, braucht bei ihr noch ein wenig Hilfe von der Mutter. „Aber das macht sie gut“, lobt Erzieherin Anja Blees.

Am Nebentisch wird fleißig an kleinen Windrädern gebastelt, die in der Turnhalle gleich ausprobiert werden können. Denn dank der aufgebauten Ventilatoren ist dort eine kühle Brise zu spüren, in der verschiedene Materialien zum Fliegen gebracht werden: Federn, Tücher, Luftschlangen, Blätter und Ballons schweben durch die Luft. Hannah und Sophie stellen sich lieber selbst vor die Ventilatoren: „Das fühlt sich an wie am Meer“, schwärmt Hannah. „Zum Glück weht meine Brille nicht weg“, lacht Sophie. Wegwehen ist dagegen der größte Wunsch des Drachen aus Ottfried Preußlers Geschichte, die in einem anderen Raum vorgelesen wird. Denn er möchte die Welt bereisen und Indianer treffen. Seine Reise verfolgen die Mädchen und Jungen auf den Bildern, die mit einem Beamer auf die Wand projiziert werden.

Während die Kinder einen vergnüglichen Nachmittag erleben, steht für viele Eltern das Gespräch mit den Erziehern im Vordergrund. Diese begleiten sie durch die Räume, informieren über das pädagogische Konzept und beantworten Fragen vom Spielen im Garten der Einrichtung bis hin zur Nachmittagsbetreuung. Nach zwei Stunden endet der Besuch, doch für die meisten wird es nicht der letzte im Kindergarten gewesen sein.

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