Kinderkönige bringen den Segen
Bild: Wiengarten
Lina (l.) und Theresa fanden die Puppe aus dem fernen Bolivien schön. Sie wird in Handarbeit hergestellt und an die Touristen am Straßenrand verkauft.
Bild: Wiengarten

 Eingeladen hatte ein Vorbereitungsteam unter Federführung von Pfarrer Norbert Happe. Jedes Jahr steht ein Bespielland bei der Sternsingeraktion im Mittelpunkt. 2013 ist es Tansania in Afrika. Bei der weltweit größten Aktion von Kindern für Kinder wird aber nicht nur dieses Land unterstützt, sondern viele Menschen in den verschiedensten Teilen der Welt. Eines ist allen gemeinsam: Sie brauchen Hilfe und Unterstützung.

Für Dienstag hatte Pfarrer Happe einen Bericht über Bolivien ausgewählt. Er selbst war schon in diesem Land und konnte daher alles lebendig beschreiben. So berichtete er über die Landessprache Spanisch und stellte die Hauptstadt La Paz vor. Dass der Name „Der Frieden“ bedeutet, erstaunte die Kinder. Mitgebracht hatte der Priester auch eine Krippendarstellung aus Bolivien und eine Puppe, die an den Straßenrändern gern von den Touristen gekauft wird. Bevor jedoch ein Film gezeigt wurde, suchte Sternsinger Christoph erst einmal das Land Bolivien auf dem Globus. Schnell fand er es und konnte auch viele angrenzende Staaten benennen.

Der eindringliche Film handelte von der Sternsingerin Katharina und wurde in einem Jahr gedreht, in dem Bolivien Beispielland der Aktion war. Ohne viele Worte erfuhren die anwesenden Mädchen und Jungen an diesem Nachmittag, wie wichtig ihr Einsatz für andere ist. „Da müssen wir jetzt mit ganz vielen losgehen, dann können wir helfen“, entfuhr es einem Jungen.

Damit alle Sammelgebiete besetzt werden können, müssen sich noch einige Kinder und Jugendliche melden. „Jeder bringt einfach beim nächsten Mal noch zwei andere mit“, so Pfarrer Norbert Happe mit einem Augenzwinkern. Am Ende des Treffens verteilte er Sterne an die Sternsinger. Die Leuchtsterne bringen den Kindern Sicherheit im Straßenverkehr und können an Jacken angebracht werden. Sie sagen aber auch: Jedes Sternsingerkind ist ein Stern für andere Kinder auf dieser Welt, denen es nicht so gut geht. „Dafür lohnt sich euer Einsatz. Es ist richtig anstrengende Arbeit. Aber Arbeit für eine wichtige und gute Sache. Ihr könnt stolz auf euch sein“, betonte der Pfarrer, der sich zusammen mit seinem Organisationsteam über das Interesse der Sternsinger an der Aktion freute.

Am 5. Januar findet die Sternsingeraktion statt. Los geht es am Vormittag, dann sind die Mädchen und Jungen als Könige gekleidet und geschminkt. Für den 28. Dezember sind alle Kinder und Jugendlichen, auch diejenigen, die am Dienstag nicht kommen konnten, zu einem weiteren Treffen ab 11 Uhr ins Pfarrheim eingeladen. Dort werden die letzten Informationen gegeben. Wer auch an diesem Tage verhindert ist und gern mitmachen möchte, bleibt nicht außen vor. „Wichtig ist, dass man am 5. Januar dabei ist“, so Pfarrer Happe.

Wer mitmachen möchte und am 28. Dezember nicht kommen kann, sollte sich einfach im Pfarrhaus persönlich oder telefonisch anmelden. Dort gibt es auch alle wichtigen Informationen:  02586/260.

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