Kita an alter Schule oder auf Bolzplatz?
Bild: Wiengarten
Favorisiert als Standort für die neue DRK-Kita wird vom Bauausschuss der Bolzplatz neben der neuen Grundschule. Aber auch der Standort an der alten Schule ist noch nicht aus dem Rennen. Die Verwaltung führt Gespräche mit dem Kreis, um offene Fragen zu klären.
Bild: Wiengarten

Drei mögliche, im Gemeindebesitz befindliche Flächen hatte Stadtplanerin Maren Dinter in einer ersten groben Überprüfung der Gegebenheiten unter die Lupe genommen: den ehemaligen Standort der Grundschule, eine Fläche südlich der Axtbachhalle sowie den an der neuen Grundschule westlich angrenzenden Bolzplatz.

In einem ersten Schritt schlossen die Lokalpolitiker das Grundstück an der Turnhalle aus, um dort die Parkours-Anlage realisieren zu können.

Die zwei übrig gebliebenen Standorte weisen sowohl Vor- als auch Nachteile auf: Um die Einrichtung schnell realisieren zu können, müssten sich die Planer an die bereits auf beiden Grundstücken befindlichen Baufelder halten.

„Im Bebauungsplan ist auf dem Gelände des Bolzplatzes bereits eine Turnhalle eingezeichnet“, informierte Dinter. Die war vor etlichen Jahren einmal angedacht, aber nie realisiert worden. Das könnte der Gemeinde nun zugute kommen, da lediglich beim Kreis Warendorf angefragt werden müsste, ob eine Befreiung von der festgesetzten Zweckbestimmung möglich sei. „Das ließe sich über einen Bauantrag regeln“, ist die Planerin zuversichtlich.

Langwieriger könnte sich das Vorhaben auf dem ehemaligen Grundschulstandort gestalten. Auch dort könnte im vorhanden Baufeld, also auf den Grundmauern des noch bestehenden Gebäudes, eine Kita errichtet werden. Diese Fläche sollte eigentlich für Wohnbebauung genutzt und die Kita Richtung Greffener Straße gerückt werden („Die Glocke“ berichtete). Dafür wären jedoch weitere baurechtliche Schritte nötig. „Mindestens ein Jahr“ schätzt die Planerin den Zeitraum, den es braucht, um Baurecht zu schaffen.

Zeit, die die Gemeinde eigentlich nicht hat, denn, wie Michael Venne (Grüne Liste) bemerkte: „Ich habe die Befürchtung, dass unser Konstrukt mit der Containermiete zusammenbricht, obwohl wir noch gar nicht angefangen haben. Wir sind von einem Jahr, höchstens zwei Jahren ausgegangen. Die Planerin spricht aber bereits von mindestens drei Jahren, bis die Kita am neuen Standort ihren Betrieb aufnehmen kann.“

Mehr zum Thema in der Samstagsausgabe der „Glocke“.

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