Kosten für Umzug als  Stein des Anstoßes
Archivbild: Stempfle
Eine hitzige Debatte um die Kosten für den Umzug der Grundschule in die ehemalige Hauptschule ist im Rat der Gemeinde entbrannt.
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 „Drei der vier vom Architekturbüro gemachten Vorschläge belaufen sich auf knapp zwei Millionen Euro. Der letzte, der einen Mensabau vorsieht, soll mit 2,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Das ist zu viel“, hatte Helmut Suer (CDU) während der Ratssitzung betont. Bei den vom Büro Borgmann vorgelegten Kostenschätzungen seien knapp 900 000 Euro für sogenannte bestandserhaltende Maßnahmen für die kommenden 15 Jahre eingeplant worden, also Gelder, die die Gemeinde entweder sofort beim Umbau, oder aber verteilt auf mehrere Jahre aufbringen muss. Gezahlt werden müssen diese Kosten, sollte die VGS erhalten bleiben, auf alle Fälle.

Bislang habe das beauftragte Büro lediglich eine Grundlagenermittlung durchgeführt und daraus die vier Konzeptideen entwickelt, hatte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann am Dienstag noch einmal zusammengefasst. Ohne vom Rat vorgegebene Kostenrahmen und Raumplanungen seien die vier Varianten in einer Vorplanung entstanden. „Das Büro hat genau die Aufgabe erfüllt, die ihm der Rat mit seinem einstimmigen Entschluss übertragen hat“, betonte Kammann.

Mit Ratsbeschluss geht es nun in die weitere Planung, jetzt aber mit der Deckelung der Kosten in Höhe der eingestellten Haushaltsmittel von 945 000 Euro. Dieser Posten ist mit einer zweckgebundenen angesparten Schulpauschale in Höhe von 800 000 Euro hinterlegt. Zusätzlich sind 80 000 Euro für die Außenanlagen und zweimal 50 000 Euro für die Inneneinrichtung eingeplant.

In die Debatte um die der Opposition zu hoch erscheinenden Kosten hatte sich während der Diskussion Joachim Hassa (FWG) eingeschaltet. „Wer bestimmt, wie teuer ein Objekt wird?“, fragte er in die Runde und beantwortete sich die Frage gleich selbst: „Der Bauherr, also in diesem Fall die Gemeinde. Wir müssen dem Architekten sagen, was wir erwarten und wie viel Geld wir ausgeben wollen. Die Kosten ergeben sich aus den Vorgaben.“ Eine dieser Vorgaben steht nun fest: Den Betrag von 945 000 Euro für den Umzug nicht zu überschreiten.

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