Krach am Bach: Lasst das Festival beginnen
Als Headliner konnte die Band „Motorpsycho“ verpflichtet werden. Die Musiker aus Norwegen werden zwei Stunden lang das Festival zum Kochen bringen.

Bescheidenheit ist eine Tugend, die bei „Krach am Bach“ einfach mal ausgeblendet wird – und zwar in Sachen Musik. Mit „Motorpsycho“ aus Norwegen präsentieren die Veranstalter eine Band, die ebenfalls in 20 Jahren Historie geschrieben hat. Es gibt nur wenige Bands, die im Alternative-Sektor einen ähnlichen Stellenwert besitzen. Ohne jeweils über die Medien wirklich zu Berühmtheit gelangt zu sein – den norwegischer Grammy ausgenommen – sorgen die Bandmitglieder immer wieder für ausverkaufte Häuser und faszinieren mit ihren fast dreistündigen Konzerten. Bei „Krach am Bach“ sind zwei Stunden für die Headliner eingeplant.

Ähnliches Publikum dürften „Long Distance Calling“ aus Münster und „Kadaver“ aus Berlin ansprechen. Beide Bands haben sich in den vergangenen Jahren in die Champions League der Musik gespielt und sind längst nicht mehr nur in Deutschland Publikumsmagnete.

„Tage der Spartenvielfalt im Zweistromland“: Diesem Titel wollen die Macher des Benefiz-Festivals gerecht werden, ohne dabei in Beliebigkeit zu verfallen. Deshalb ist auch „Kapelle Petra“ mit dabei. Die Band spielt zwischen charmant-schrägem Live-Entertainment und grandiosem Poesie-Indierock, der seinesgleichen sucht und die Kapelle zu absoluten Festivallieblingen macht.

Das dürfte auch bei „JJ Rosa“ der Fall sein, verbindet die Band der Gitarristin, Keyboarderin und Sängerin Rose Jessica Hancock aus Manchester doch Soul, Rock und Hip-Hop zwischen Jimi Hendrix und Amy Winehouse. Auf den Fliesen-Wiesen wird auf zwei Bühnen also wieder alles an Sounds geboten, was vor allem zwei Dinge aufweist: Qualität und Stil.

Dabei kommt auch die lokale Szene nicht zu kurz. Mit „Freiburg“, „Mojo Jazz Mob“, „Jump the border“ und dem „Soap Bubble Orchestra“ stehen Bands aus dem Kreisgebiet auf der Bühne. Zum Jubiläum gratulieren auch „Elvis Jackson“, die im Jahr 2000 bereits mit ihren Reggae-Metal-Punk-Rock in der Axtbachgemeinde ein Ausrufezeichen gesetzt haben und in Slowenien absolute Superstars sind.

Kraft tanken für zwei Stunden „Motorpsycho“

Zu einem guten Festival gehört aber auch das Drumherum. Und damit ist nicht der Eventcharakter gemeint, sondern das Gefühl für Open-Air-Flair. Der Zeltplatzkomfort wird laut Veranstaltern wiederum verbessert. Wenn für Ohr und Auge gesorgt ist, darf auch der Bauch nicht fehlen. Üppiges Frühstück am Morgen, vom Festivalteam vorbereitet, oder Bratwurst, Fritten, Döner, Pizza, Thai oder Crepes – zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Das kann jeder selbst entscheiden, reichlich Auswahl ist vorhanden. Natürlich können die wichtigsten Dinge auch wieder mitgebracht werden, allerdings bleibt Glas in der Tonne vor dem Eingang.

Wer „Krach am Bach“ kennt, der weiß, dass es sich um ein Benefizfestival handelt. Wer es noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass die Erlöse vornehmlich an Institutionen aus dem Kreis Warendorf gespendet wurden und werden. Im vergangenen Jahr waren es 8500 Euro. Wie immer wird es auf dem Festival auch Infostände geben.

Der Ticketvorverkauf wird empfohlen, da die Besucherzahl auf 2200 pro Tag begrenzt ist. Der Vorverkauf endet am 25. Juli. Alle Informationen sind gebündelt unter www.krachambach.de

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