Kunstrasenplatz steht nicht zur Diskussion
Der Kunstrasenplatz soll trotz eingebrochener Gewerbesteuereinnahmen noch in diesem Jahr gebaut werden. Dass das trotz Mindereinnahmen gelingen kann, rechnete Kämmerer Erich Lillteicher den Politikern und Zuschauern im Haupt- und Finanzausschuss eindrucksvoll vor. Das letzte Wort hat der Rat, der am kommenden Dienstag, 24. April, tagt.

Die Nachricht, dass der Gemeinde in diesem Jahr 2,2 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen als angenommen, hatte auf die Politik schockierende Wirkung. Umso wichtiger war es nun, dass der Kämmerer nach sieben Wochen Krankheit die Zahlen ins rechte Licht rücken konnte.

Fußballer sind erleichtert

Die gute Nachricht für die anwesenden, zahlreich erschienen Fußballer kam fast zum Schluss der öffentlichen Sitzung: Am Vorhaben, in diesem Jahr den Kunstrasenplatz zu bauen, wird nicht mehr gerüttelt. Das Großprojekt steht nicht auf der Liste der Positionen, die auf die kommenden Jahre verschoben werden sollen. „Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet“, zeigte sich der Vorsitzende der Fußballabteilung und des Fördervereins für den Kunstrasenplatz, Matthias Dahlhaus, nach der Sitzung mehr als erleichtert. Auch der barrierefreie Eingang zum Rathaus werde realisiert genauso wie die Baumaßnahme am gemeindlichen Bauhof.

Nicht in 2018 umgesetzt werden soll die Errichtung einer Parcour-Anlage (82.000 Euro) und die Verlegung von Rollrasen auf dem Friedhof (13.500 Euro). Unter anderem soll der Ansatz für die Erschließung des Gewerbegebiets, um die Parkplatzsituation zu verbessern, um 200.000 Euro reduziert werden genauso wie die Positionen für einen Dienstwagen (20.000 Euro), Planungskosten (20.000 Euro) und Grunderwerbskosten (160.000 Euro).

Einsparungen von 743.500 Euro

Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Änderungen haben Auswirkungen auf den Haushalt 2018: Sie bringen Einsparungen von 743.500 Euro. Die Mittel können am Dienstag vom Rat gesperrt werden, dieser kann sie bei Bedarf und positiver Finanzentwicklung aber auch wieder freigeben.

Zugute kommt den Gemeindefinanzen ein Plus an Integrationspauschale sowie Mehreinzahlungen der Einkommens- und Umsatzsteuer (insgesamt rund 125.000 Euro). Trotz allem reichen die liquiden Mittel nicht aus (-615.563 Euro). Um Handlungsfähig zu bleiben, kann eine Kreditermächtigung aus 2017 in Höhe von einer Million Euro in Anspruch genommen werden, wie der Kämmerer den Lokalpolitikern erklärte. Ob dieses Darlehen in voller Höhe abgerufen werden soll, entscheidet der Rat.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Freitagsausgabe der „Glocke“.

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