Lesung im Regen mit verzauberten Schuhen
Bild:Wiengarten
Stift und Papier immer dabei hatten in der Schreibwerkstatt (v. l.) Lynn Shirin-Bollmeyer, Isabel Grove, Paula Lange, Jette Nüssing, Lina Kleinhenrich, Lenny Bollmeyer und Joy Röttgers.
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So erlebten die Teilnehmenden unter anderem eine Schreibwerkstatt mit vielen unterschiedlichen Elementen. Thomas Richhardt ist Autor und Dramaturg und schuf ein Angebot, bei dem bereits die Art und Weise, wie die Werkstatt ablief, ungewöhnlich war.

Mal trafen sich die Beteiligten im Freien an der alten Grundschule, mal per Video-Konferenz zu Hause. Ein anderes Mal waren sie mit kleinen Recherche-Aufträgen in Kleingruppen draußen unterwegs. Die Teilnehmer nutzten das weiträumige Schul-Gelände, um ihren Geschichten und Figuren Raum und Bewegung zu geben. Dabei wurde im Gehen und Laufen geschrieben, aber auch an einen Baum gelehnt oder wie bei einem Picknick im Grünen. Ganz anders verliefen die Termine, die online zu Hause stattfanden: Hier wurden selbstgeschriebene Szenen an den Bildschirmen mit den eigenen Kostümen ausprobiert und dargestellt, was den Kindern und Jugendlichen besonders viel Freude machte.

Auch tänzerische Elemente und Bewegungsspiele fanden Eingang in die Schreibwerkstatt. Dozent Thomas Richhardt sagt dazu: „Es hat sich gelohnt, auf Abwechslung zu setzen, da ich so auch Kinder für das Schreiben begeistern konnte, die sonst eher Hemmschwellen gehabt hätten.“

 Bei der Präsentation der Werkstatt-Ergebnisse wunderte sich so mancher Elternteil darüber, wie viele interessante Texte in dieser bunten Woche entstanden waren. Richhardt berichtete: „Eine tolle Lesung bei kaltem Regenwetter – wir haben uns mit spannenden Texten und dazu passenden Tänzen warmgehalten. Es gab zum Beispiel einen Monstertanz zu sehen und ein Theaterstück von verzauberten Schuhen.“ Die wenigen Eltern, die gekommen waren, hatten viel Spaß und betonten, sie seien froh, dass trotz Corona ein künstlerisches Ferienprogramm stattgefunden hat.

 Die Werkstatt-Woche wurde durch das Projekt „Schreibland“ des Literaturbüros Düsseldorf sowie des Verbands der Bibliotheken NRW ermöglicht und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. Die gesamte Aktion erfolgte in Kooperation mit der Pfarrbücherei St. Johannes.

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