Märchen aus Kinderfeder begeistert Publikum
Während der Wolf (Nele), Dornröschen (Lina) und Schneewittchen (Beatrice) schlafen, schleicht sich die Hexe (Marlies Penner) an sie heran.

In einer Stunde pro Woche hatten die Mädchen ein komplettes Theaterstück auf die Beine gestellt. Gefördert wurde das Projekt, das unter dem Namen „Märchen Mix-Max – Märchen mal ganz anders“ stand, vom Land NRW. „Schneewittchen, Dornröschen, Hänsel und Gretel sowie Rotkäppchen wollten gespielt werden“, stellt Marlies Penner die Anfänge des Theaterstücks vor.

Aus diesen Figuren schrieben die Grundschüler eine Geschichte, bei der ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt waren: Die böse Hexe sieht Dornröschen, Schneewittchen und den – im Märchen der Kinder – lieben Wolf in ihrem Bett schlafen. Sie entführt den Wolf und versetzt Dornröschen mit einer Zauberbürste in einen tiefen Schlaf. Als Schneewittchen aufwacht und den Wanderstab der Hexe findet, ist sie sich darüber im Klaren, dass die Hexe die Schuld daran trägt, dass ihre Freundin sich nicht wecken lässt.

Auf ihrer Suche nach der Übeltäterin begegnet Schneewittchen dem Rotkäppchen, das einen Spiegel besitzt, der den Betrachter schön macht. Diesen Spiegel tauschen die Mädchen gegen die Zauberbürste der Hexe. Doch diese kommt nicht ohne Strafe davon: Denn die Schönheit schwindet bereits nach einigen Minuten und den Freunden gelingt es, den Wolf zu befreien und die Hexe an seiner Stelle in einen Käfig einzusperren.

Nachdem die Handlung der Geschichte feststand, galt es für die Kinder, sich der eigenen Rolle anzunähern. So sollten die Mädchen „die Figuren, die sie selbst spielen, blind mit einem Stift zeichnen und danach colorieren“, erklärt Marlies Penner in der Rückschau. Außerdem gestalteten die Grundschüler den Lkw der Künstlerin als Kulisse für ihre Aufführung. So zierten diesen Hühner aus Pappmaché und ein Bühnenbild, das die sieben Zwerge zeigt. An der Rückseite des Wagens wurden selbstgemalte Bilder der Kinder mit Anlehnung an Pablo Picassos Werke ausgestellt.

Natürlich habe es bei den Proben einiges Durcheinander gegeben und das ein oder andere Mal sei die Frage „Schon wieder Üben?“ gestellt worden, erinnert sich Marlies Penner. Bei der Aufführung waren die Kinder aber „ganz entspannt und ohne Lampenfieber“, freut sich die AG-Leiterin.

SOCIAL BOOKMARKS