Mit Wand neue Nachbarn vor Lärm schützen
Bild: Manouras
Nicht ganz unproblematisch ist die Lage der ehemaligen Hofstelle Osthues-Hövener: Um dort Wohnraum schaffen zu können, ist Schallschutz notwendig, da das Gelände bereits durch die Bundesstraße durch Lärm vorbelastet ist.
Bild: Manouras

Die Gemeinde Beelen verfolgt den Plan, die historische Hofstelle zu mobilisieren und dort, unter anderem mit Hilfe eines Investors, Wohnraum zu schaffen. Das Haupthaus soll zukünftig Sitz einer Tagespflegeeinrichtung werden („Die Glocke“ berichtete).

Die verkehrliche Erschließung habe dringend geklärt werden müssen, auch eine hydraulische Untersuchung durch den Abwasserbetrieb TEO habe die Planer vor eine Herausforderung gestellt, erklärte Maren Dinter vom Planungsbüro. „Diese Baustellen mussten erst gelöst werden“, so Dinter zur Erklärung.

Es seien Gutachten zum Verkehr, Schall und Artenschutz erstellt worden. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sei bereits abgeschlossen. Die Ergebnisse stellte die Planerin in der Sitzung vor. Nach einem neu erstellten Verkehrsgutachten seien 70 Auto-Fahrten in der Spitzenstunde am späten Nachmittag und 390 Wege „planinduziert“.

 „Das bedeutet, dass es nach der Umsetzung des Vorhabens zu einem moderaten Anstieg der Verkehrsbelastung auf umliegenden Straßen kommen wird“, erklärte Dinter. Diese zusätzlichen Belastungen liegen im Bereich der Schwellenwerte und seien somit verträglich.

Anders sehe es mit den Lärmeinwirkungen auf das Plangebiet aus. Das Schallgutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in den südlichen Baufeldern und in den Außenwohnbereichen entlang der Bundesstraße eine höchste Belastung zu erwarten ist und vor allem die Nachtwerte als gesundheitsgefährdend eingestuft werden. Deshalb sei ein passiver Schallschutz erforderlich. „Der Bebauungsplan löst diese Belastung nicht aus, der Konflikt ist bereits vorhanden“, so Dinter.

Um die im südlichen Wohngebiet entstehenden Neubauten vor Lärm, der von der Tankstelle und der Kfz-Werkstatt ausgehe, zu schützen, müsse eine Lärmschutzwand mit einer Höhe von 2,5 Metern und einer Länge von 37 Metern errichtet werden. Dinter betonte, dass kein Anspruch auf aktiven und passiven Lärmschutz bestehe, da der Bebauungsplan in Kenntnis hoher Lärmvorbelastung aufgestellt werde.

Mehr zum Thema in der Freitagsausgabe der „Glocke“.

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