Mord in Beelen: 49-jähriger Oelder in Haft
Archivbild: Wiengarten

Bluttat in Beelen: An Heiligabend ist ein 71-jähriger Mann in seinem Haus tot aufgefunden worden. Nun hat die Polizei den mutmaßlichen Mörder verhaftet.

Archivbild: Wiengarten

Die sei europaweit abgeglichen worden und habe zu einem Treffer in einer österreichischen Datenbank geführt, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Nachfrage der „Glocke“. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Oelders hätten die Beamten weitere Hinweise gefunden, die einen dringenden Tatverdacht begründeten – unter anderem einen größeren Geldbetrag, der sich mit dem deckt, der bei der Tat in Beelen entwendet worden war.

„Woher das Geld stammt, konnte der Verdächtigte bislang nicht erklären“, so Botzenhardt. Allerdings bestreitet der 49-Jährige die Tat, auch vor dem Haftrichter am Freitag machte der Beschuldigte keine weiteren Angaben.

Um sich etwas Geld hinzuzuverdienen, habe der Oelder Aushilfstätigkeiten bei dem 71-jährigen Beelener verrichtet. Demnach kannten sich das Opfer und sein mutmaßlicher Mörder. Bei dieser Gelegenheitstätigkeit, so vermutet die Polizei, sei der Tatverdächtige auf den Geldbetrag aufmerksam geworden. Die erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Beschuldigten könnten der Auslöser für die Tat gewesen sein, heißt es vonseiten der Polizei. Das alles habe der Oelder in seiner Vernehmung weit von sich gewiesen, erklärt der Oberstaatsanwalt.

Um eine mögliche Flucht des bindungslosen Tatverdächtigen zu verhindern, wurde er am Freitag in Untersuchungshaft genommen, teilt Botzenhardt mit. Doch die Ermittlungen seien mit der Festnahme noch nicht abgeschlossen und werden weiter intensiv vorangetrieben, wie der Oberstaatsanwalt betont.

Bereits nach Bekanntwerden des Mords seien zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die sukzessive abgearbeitet worden waren und auch noch werden. Doch den entscheidenden Hinweis auf den mutmaßlichen Mörder habe die DNA-Spur auf dem Tatwerkzeug gebracht. Um was es sich dabei handelt, darüber schwieg sich Botzenhardt aus.

An Heiligabend war ein 71-jähriger Mann aus Beelen in seinem Haus tot in seinem Rollstuhl aufgefunden worden. Stumpfe Gewalt gegen den Kopf des Mannes hatten zu seinem Tod geführt.

Erleichterung in der Bevölkerung

Der Schock saß tief in der Bevölkerung, als die Nachricht über den Mord durchs Dorf ging. Fassungslos sprachen die Menschen über die Tat, Ungewissheit über den Verbleib des Mörders machte sich breit. Die hat die Polizei mit ihren Ermittlungen und der Festnahme des 49-jährigen Oelders nun beendet. „Hoffentlich haben sie den Richtigen“, gibt eine Mitbürgerin am Freitagnachmittag zu bedenken. „Nicht auszudenken, was das mit einer Familie macht“, sagt sie, bevor sie im Combi-Markt in ihren Einkauf fortsetzt. „Gut, dass die Polizei so eng auf europäischer Ebene zusammenarbeitet und so den Mörder fassen konnte“, sagt ein Mann mittleren Alters, der den Kirchplatz am Freitag kreuzt. Er hofft, dass der Täter dieser Bluttat eine angemessene Strafe bekommt, denn: „Jeder hat ein Recht auf Leben. Das Leben eines anderen so grausam und aufgrund von Geldnöten zu beenden, muss bestraft werden.“

 

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