„Müssen wir einen goldenen Teich bauen?“
Nicht nur in Beelen, auch in anderen Städten wie in Frankfurt werden über Bürgerhaushalte beraten.

Am genannten Beispiel lassen sich Vor- und Nachteile eines Bürgerhaushalts exemplarisch offenlegen. Mit Vorschlägen ihrer Bürger müssen sich die Politiker im Rahmen der Haushaltsberatungen befassen. Als erstes tat das Ralf Pomberg (Sachkundiger Bürger). Er zeigte sich pikiert, dass der anfragende Bürger offenbar wisse, dass an Ort und Stelle kein Maschendrahtzaun geplant sei. Dies sei noch nicht einmal ihm aus Ausschussmitglied bekannt. Ob die Verwaltung für Aufklärung sorgen könne, wollte er von Bürgermeisterin Elisabeth Kammann wissen.

Die stellte, letztlich als Folge der Bürgeranfrage, Transparenz her und erläuterte, dass man an einen Stabgitterzaun (Kosten 25 000 Euro) denke. Ein Maschendrahtzaun könne in Stepplers Kuhle aufgrund sandigen Bodens nicht so verankert werden, dass er fachgerecht gespannt werden könne. Das sei eine technische Frage.

Nun könnte der anfragende Bürger weniger die Technik, als vielmehr Kostenersparnis im Sinn gehabt haben, wie Pomberg anmerkte. Das sei aus dessen Vorschlag so nicht ersichtlich, wurde er von Ausschussvorsitzendem Andreas Borgmann beschieden. Dem Bürger Sparwillen zu unterstellen, sei letztlich mehr oder weniger unzulässige Auslegung.

Pomberg wusste zu kontern: „Ja müssen wir denn zwangsläufig goldene Teiche bauen?“ Das müsse man nicht, so die Mehrheitsmeinung der Ausschussmitglieder. Sie vertrauten der Aussage der Verwaltung, dass Maschendraht vor Ort eine nicht zu spannende Sache sei und entschieden sich bei einer Gegenstimme für Stabgitter – und damit für eine Ausgabe von 25 000 Euro.

SOCIAL BOOKMARKS