Nach Wochen der Stille beginnt Ausbau
Zu einem Planungstreffen für die weiteren Schritte im Glasfaserausbau trafen sich (hinten, v. l.) Henri Lambers (Bauleiter der Firma Siers), Thomas Middendorf (Gemeindeverwaltung), Daniel Wöllert (Bauleiter Deutsche Glasfaser), Michael Kosmann (Gemeindeverwaltung), Mark Wisniewski (Wirtschaftsförderer Gemeindeverwaltung), Ivone Bento (Koordinatorin Baukommunikation), sowie (vorne, v. l.) Bürgermeisterin Elisabeth Kammann, Peter Kowalski (Projektleiter Deutsche Glasfaser) und Henk Lubbers (Projektleiter Firma Siers).

Vor einigen Tage habe im Rathaus der „Kick-Off“ zum Glasfaserausbau stattgefunden, berichtete Wisniewski. Dabei sei der Ablauf des Ausbauprozesses vorgestellt worden. Ab kommenden Montag, 10. Juli, werden die Termine für die Hausbegehungen durch Mitarbeiter des Generalunternehmens Siers per Telefon oder Mail mit den Bürgern abgestimmt. Bereits im Vorfeld habe die Gemeindeverwaltung darauf hingewiesen, dass auch am Montag noch Schützenfest am Axtbach gefeiert werde, betonte Bürgermeisterin Elisabeth Kammann auf Nachfrage von Monika Dahlhaus (FWG). „Das Unternehmen weiß Bescheid.“

Im Rahmen der Begehung wird mit dem Hauseigentümer abgestimmt, welchen Weg das Glasfaserkabel über das Grundstück nehmen soll und wo der Übergabepunkt im Haus gesetzt wird. „Die Mitarbeiter des Generalunternehmens können sich ausweisen“, betonte die Erste Bürgerin. Sie riet den Bürgern dringend, sich bei den Terminen der Hausbegehungen in jedem Fall die Ausweise zeigen zu lassen, um eventuellen Betrügern nicht die Türen zu den Häusern zu öffnen. „Sicher ist sicher“, betonte Kammann.

Für die Verlegung innerhalb des Hauses ist der Eigentümer in der Pflicht, diesen Weg entsprechend zu gestalten. „Anfang August wird der Tiefbau im Ort beginnen“, so Kammann weiter. In 40 bis 80 Zentimetern Tiefe werden Leerrohre verlegt, in denen anschließend die Glasfasern eingeblasen werden.

Zunächst wird südlich der B 64 mit dem Ausbau begonnen. Das Gewerbegebiet wird parallel zum Ortskern sukzessive ausgebaut. Die Tiefbauarbeiten sollen bis Anfang 2018 abgeschlossen sein. Ende September wird das Herzstück des Glasfasernetzes, der sogenannte Point-of-Presence (PoP) am Hasenkamp in Beelen aufgestellt. Von dort aus führen alle Glasfasern in weitere Verteilerstationen und in die Haushalte. Anschließend werden die Fasern durch eine Spezialfirma in den Häusern angeschlossen. Geplant ist, dass alle Arbeiten im ersten Quartal 2018 abgeschlossen sind und die rund 1700 Haushalte, die bereits einen Glasfaseranschluss beauftragt haben, das Hochgeschwindigkeitsnetz nutzen können.

Aus Fehlern in anderen Kommunen lernen

„Wehret den Anfängen“, waren die mahnenden Worte von Ratsherr Karl-Heinz Vögeler (CDU) mit Blick auf die anstehenden Tiefbauarbeiten im Ort. Unter anderem in der Nachbarkommune Ostbevern sei es mit dem dort tätigen Generalunternehmen zu großen Schäden an Straßen und Gehwegen gekommen („Die Glocke“ berichtete), da die aufgerissenen Löcher nicht sachgerecht wieder geschlossen worden seien. Das soll in Beelen nicht passieren. „Wer sich die Arbeit unseres Generalunternehmens einmal anschauen möchte, kann das in Senden tun“, erklärte Wirtschaftsförderer Wisniewski. Zusammen mit Verwaltungsmitarbeiter Thomas Middendorf versicherte er, dass der Fachbereich Bauen regelmäßig die Arbeiten vor Ort kontrollieren werde.

Mit den Verantwortlichen des Unternehmens Deutsche Glasfaser und der Firma Siers sei eine enge und zeitnahe Kommunikation vereinbart worden. „Die Anlieger werden so früh wie möglich vor Beginn der Baumaßnahme in ihrer Straße informiert“, betonte Wisniewski. Zudem könne über den Internetauftritt der Gemeinde Beelen der Stand der aktuellen und geplanten Baumaßnahmen im Ort abgerufen werden. Eine weitere Maßnahme zu besseren Verständigung sei bereits fest vereinbart worden: „Jede Baukolonne hat einen Ansprechpartner für kurzfristig auftretende Probleme. Dieser ist mit einer andersfarbigen Jacke gekennzeichnet“, so der Wirtschaftsförderer. Die Firma Siers werde darüber hinaus ein Baubüro in Beelen einrichten, in dem ein Ansprechpartner für die Tiefbauangelegenheiten erreichbar sei. Die Kontaktdaten des Baubüros werden gesondert bekannt gegeben.

In Gesprächen mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser habe Wisniewski die eingeschlafene Kommunikation bereits beklagt. „Es machte den Eindruck, als hätte sich das Unternehmen nach Erreichen der 40 Prozent nicht weiter gekümmert. Dem ist aber nicht so. Kommuniziert worden sind die Planungen, die im Hintergrund liefen, jedoch nicht“, bemängelte der Wirtschaftsförderer der Gemeinde. Das soll sich nun ändern. Geplant ist, wöchentlich ein Baustellengespräch zwischen Unternehmen und Gemeindeverwaltung zu führen und auch die Multiplikatoren enger einzubinden.

Etwas Gutes konnte Wisniewski der Sache aber abringen: „Beelen ist glücklicherweise mit der Erschließung später dran als andere Kommunen des Kreises. So können wir sehen, was dort läuft und was nicht und daraus für unsere Gemeinde lernen und bereits im Vorfeld aktiv we

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