Nistkästen für den Steinkauz gebaut
Bild: Wiengarten
In vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben (v.l.) Ferdi Tarner, Alfred Hundsrucker, Uli Rottmann, Heinz Westmeyer und Franz-Josef Krieft rund 30 Nistkästen für Steinkäuze gebaut. Diese haben sie jetzt im Bereich des Beelener Nordens aufgehängt.
Bild: Wiengarten

 Dass der Steinkauz Probleme hat, geeignete Nistplätze zu finden, ist dem Verein „Naturfreunde Nord“ nicht unbekannt. Für den Vogel sind spezielle Nistkästen in Röhrenform sehr gut. Diese sind etwa einen Meter lang und haben an ihrer Unterseiten feine Bohrungen.

In der Natur sind Nisthöhlen für den Steinkauz in erster Linie ausgehöhlte Baumstämme, in denen der Boden mit vermodertem Holz bedeckt ist – weich gepolstert und saugfähig. Das ist wichtig für seinen Nachwuchs. Solche natürlichen Wohn- und Brutmöglichkeiten sind selten geworden. So besorgten sich die Mitglieder des Vereins Bauanleitungen, und rund 30 Nistkästen wurden durch ehrenamtlichen Einsatz fertiggestellt. Alfred Hundsrucker, der sich genauestens über den Bestand der Steinkäuze in Beelen informiert hat, weiß zu berichten, dass es wichtig ist, dem Steinkauz viele Nistmöglichkeiten anzubieten, damit er auswählen kann.

Weiter berichtet er, dass 70 Prozent aller in Deutschland lebenden Steinkäuze in Nordrhein-Westfalen beheimatet sind. Dies ist der Natur zu verdanken. Steinkäuze lieben offene und ebene Landschaften. Bundesweit gibt es nach NABU-Angaben rund 7000 Brutpaare, davon nisten fast 6000 zwischen Rhein und Weser. Zum Vergleich: In Niedersachsen wurden zuletzt nur 200 Steinkauz-Paare gezählt. Gerne wäre zur Aktion auch Alexander Och aus Oelde-Stromberg gekommen. Doch leider war er verhindert. Er ist beim Naturschutzbund-Deutschland (Nabu) für Amphibien, Eulenschutz und Kopfbäume zuständig und freut sich, dass die Naturfreunde Nord in Beelen für die Vermehrung der Steinkäuze aktiv sind.

 Die 30 Nistkästen wurden im Beelener Norden an geeigneten Plätzen aufgehängt. Dabei berücksichtige die Gruppe die Vorzugsgebiete der in Beelen lebenden Steinkauzpärchen. Man hofft, dass die neuen exklusiven „Wohnungen“ zu einer Bestandsvermehrung beitragen. Das Gebiet im Beelener Norden bietet dazu gute Bedingungen, wie auch der Mann vom Nabu den heimischen Naturfreunden zu bestätigen wusste.

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