Pfarrheim besteht Stresstest der Sodalen
Bild: Wiengarten
Bauch rein, hoch das Bein: Das Sodalenballett mit (v. l.) Hermann Baum, Franz-Josef Kohkemper, Ferdi Tarner, Michael Malich, Matthias Kasemann, Josef Rüschenschulte und Dieter Stürz.
Bild: Wiengarten

Es wurde das längste Programm aller Zeiten geboten, die Männer entwickelten eine ungeahnte Lautstärke und selbst die Jecken aus der Karnevalshochburg Beckum mussten neidlos anerkennen, dass die Sodalen in Sachen Stimmung in der ersten Liga spielen.

Schon als Sitzungspräsident Josef Rüschenschulte im knallroten Frack zusammen mit seiner Assistentin Kathi Nordbeck die Sitzung eröffnete, herrschte Feierlaune erster Klasse. Zuerst begeisterten die Flöckchen aus Warendorf mit ihrem Gardetanz auf die Bühne, sie waren hervorragende Eisbrecher.

 Da hatte es Pfarrer Norbert Happe mit seiner Büttenrede leicht, die Aufmerksamkeit der Männer war ihm gewiss. Er brachte eine Narretei nach der anderen zu Gehör und manchmal wusste man nicht, ob der Pastor die Knalleffekte vorbereitet hatte oder ob sie ihm spontan eingefallen waren.

Die Spielschar der Frauengemeinschaft mit Kathrin Kasemann, Renate Rüschenschulte, Bernadette Schug und Eva Brinkmann entführte die Männer an die Himmelstür, durch die wegen Überfüllung nur Notfälle Einlass fanden. Petrus ließ zur Freude der Männer nach kurzer Diskussion die Zwangslagen von Renate Rüschenschulte, Bernadette Schug und Eva Brinkmann gelten und öffnete für sie die Himmelstür.

Der Teufel ist los

Dann war der Teufel los als Bürgermeisterin Elisabeth Kammann in die Bütt stieg. Sie rechnete in Reimform mit der großen Politik ab, nahm aber auch die lokalen Ereignisse aufs Korn. Angesichts der jüngsten Sitzungen im Rathaus reimte sie: „Wer zu sehr verliebt ist in sich, der macht sich gerne öffentlich.“ Und dann bekannte sie noch, dass ihr Mann Tönne gerne sage: „Jesus hat viel gelitten, aber geheiratet hat er nicht.“

Dass ein Showtanz durchaus einen Denkanstoß liefern kann, bewiesen die Flöckchen bei ihrer zweiten Darbietung mit dem Titel „Sei du selbst“. Wertvoll waren die jungen Tänzerinnen den Sodalen mit ihrem fernsehreifen Auftritt.

Mehr zum Thema in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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