„Praktische Intelligenz“ ist nachgefragt
Bild: Poschmann
Schüler der achten und neunten Klasse der Von-Galen-Schule informierten sich am Montag während der zweiten „Mini-Bom“ über fünf verschiedene Berufe. Beelener Unternehmen unterstützen die Aktion, die noch bis zum Ende des Schuljahres laufen soll.
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„Wir brauchen nicht nur Abiturienten oder Studierende, sondern auch Menschen mit praktischer Intelligenz“, hält Petra Hagemeier dagegen. Dafür hat sie auch ein Beispiel: Bauingenieuren stände eine Ausbildung zum Beispiel als Maurer recht gut. „Und als Hauptschüler stehen die Möglichkeiten dahin offen.“

Das Wissen darum soll nun in Form einer Berufsorientierungsmesse, der „Mini-Bom“, den Schülern der VGS nahe gebracht werden – frei nach Warendorfer Vorbild. „Was in Warendorf funktioniert, geht auch in Beelen“, sagt Petra Hagemeier überzeugt. Damit wiederum steht sie ganz und gar nicht alleine da. Mehr als 30 Gewerbebetriebe in der Axtbachgemeinde hatten zur ersten Bom im Frühjahr bereits ihre Zusage gegeben, sich an der Messe zu beteiligen. 30 davon stellen sich den Schülern nach und nach vor.

Am Montag ging die zweite „Mini-Bom“ in der VGS über die Bühne. Schüler der achten und neunten Klassen hatten die Möglichkeit, sich über Berufe im Maurer-, Friseur- und Tischlerhandwerk sowie in der Floristik und der Verwaltung ausgiebig zu informieren. Ziel der Veranstaltung: Jeder Schüler soll sich intensiv mit einem der fünf in jeder Runde vorgestellten Berufe auseinandersetzen. Am Ende des Schuljahrs hat sich jeder Jugendliche mit insgesamt sechs Berufen näher beschäftigt. Die Wahl einer Ausbildung, an der der Schüler Interesse hat, dürfte da wesentlich leichter fallen.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin vom Förderverein, Andrea Schönfelder, und Hildegard Reher von der Agentur für Arbeit Ahlen rührt Hagemeier kräftig die Trommel fürs Handwerk – und für die Hauptschule. Über die „Mini-Bom“ hinaus sind 15 Schüler der VGS seit Montag für drei Tage zur intensiven Berufsorientierung in der Kreishandwerkerschaft. In der kommenden Woche folgt für sie ein Berufsorientierungscamp an der Deula unter dem Leitgedanken „Zukunft fördern“, bei dem an drei Tagen sechs Berufsfelder vorgestellt werden. „Damit wollen wir die Lust und Motivation an einer Ausbildung wecken“, sagt Petra Hagemeier.

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