Prinzessin und betuchte Ortsschilder
Bild: Stempfle
Die Warendorfer „Flöckchen“ sind Stammgäste in Beelen und zeigten ihren Garde- und Showtanz.
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Derbe Zoten blieben zu Hause, genauso wie berüchtigte Herrenwitze. Das versprach Moderator Claus Ströker gleich zu Beginn des Senioren-Karnevals im Pfarrheim, zu dem er mehr als 70 Gäste begrüßen konnte. Zum zweiten Mal führte er, flankiert von seinen „charmanten Assistentinnen“ Theres Pohl und Verena Wessel, durch die Veranstaltung und versicherte: „Ich bleibe was länger.“

Damit waren die Narren einverstanden und begrüßten mit Applaus die erste Büttenrednerin: Bürgermeisterin Elisabeth Kammann, die von Ströker kurzerhand zu „Liz I., Prinzessin von Format und Vielzitat“ gekürt wurde. Kammann stand gleich zu Beginn vor einer schwierigen Entscheidung, nämlich, in welches der zwei Mikrofone sie nun sprechen solle. Kurzerhand entschied sie sich für beide und berichtete über das Leben in der Axtbachgemeinde. Die wurde kurzerhand zur Stadt gemacht, „weil sich Gemeinde partout nicht reimen“ lassen wolle, erklärte die Bürgermeisterin mit einem Augenzwinkern.

Von seinem Leid, wenn seine Haushälterin einmal Urlaub macht, klagte Pfarrer Norbert Happe. Mit Kochmütze und Schürze plauderte er in der Bütt aus dem Nähkästchen. Nach kläglich gescheiterten Koch- und Backversuchen sowie dem Verlust einer Goldfüllung habe sich der Pastor zu einem Liebhaber von „Haferflocken aus der Hand“ gemausert und dabei einige Kilogramm Gewicht eingebüßt.

Stammgäste auf dem Senioren-Karneval sind die Warendorfer „Flöckchen“, die mit ihrem Garde- und Showtanz begeisterten. Eine kurze Fitnesseinheit legten die närrischen Gäste zusammen mit Jana Kemper und deren „Pro Fitness“-Gruppe ein. Die Mädchen animierten die Senioren zum „Zumba“. Auch Ströker hielt es nicht am Bühnenrand, mit vollem Körpereinsatz tanzte der Moderator mit und fiel vor lauter Engagement fast von der Bühne.

Beim Singen und Schunkeln war Reinhold Reiker taktangebend. Als „ganze Kapelle“ brachte er Karnevalslieder zu Gehör. In die Bütt stieg anschließend Martin Baum, der auf Platt anregte, die Ortseingangsschilder durch über Reisigbesen gespannte ausgediente Halstücher der Bürgermeisterin zu ersetzen. Schließlich seien diese Tücher über die Grenzen des Kreises hinweg die bekanntesten Erkennungsmerkmale für Beelen.

Den Abschluss des jecken Programms machte Herta, alias Gisela Kohkemper. Weil die nun nach 120 läppischen Fahrstunden den Führerschein bestanden hat, hatte sie einiges von den Straßen der Gemeinde zu berichten.

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