Regen verdirbt die Erdbeerernte
Bild: Rath
In 15 Jahren als Erdbeeranbauer hat Robert Ostermann keine solch schlechte Ernte gesehen wie in diesem Sommer. Schuld war der viele Niederschlag.
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Eine Missernte ist die Bilanz. „In den 15 Jahren, in denen wir nun schon Erdbeeren anpflanzen, habe ich es so schlimm noch nie erlebt“, bedauert Robert Ostermann mit einem Blick auf eines seiner Erdbeerfelder. Weckten sonnige und trockene Tage beim Erntebeginn Mitte Mai noch Erwartungen auf eine positive Bilanz, zerschmetterte die Hoffnung des Beelener Landwirts spätestens im Juni an den kühlen Temperaturen und andauernden Niederschlägen.

Die Folgen waren für Ostermann bereits abzusehen: Wegen der vom Regen aufgeweichten Haut der Früchte und der Fäulnis mussten der Beelener und seine insgesamt 17 Erntehelfer bis zu 70 Prozent der Früchte aussortieren, weil sie nicht mehr verkaufsfähig waren. Sogar noch unreife, grüne Beeren seien von der Fäulnis betroffen, die sich mit der Zeit auf den Feldern immer weiter ausbreiten würde. „Mir taten vor allem die Saisonarbeiter Leid, weil sie immer im Regen auf dem Feld standen und die Erdbeeren pflückten“, sagt Ostermann.

Am Wochenende hatten seine Kunden zum letzten Mal für diese Saison die Möglichkeit, die Früchte selbst zu pflücken. Aber auch diese habe der ständige Regen von den Feldern ferngehalten. Der Verkauf läuft noch bis etwa Mitte Juli weiter. Was den roten Früchten schadete, erfreute andere Pflanzen wie Getreide und Mais besonders. Dass der Regen seinem Mais nicht schade, liege nur daran, dass Ostermann diesen auf Sandboden anbaue. Um seine Gerste in den nächsten Tagen zu ernten, wartet er nun auf trockene Tage. Und auch für seine Erdbeeren hofft der Landwirt in den nächsten Jahren auf trockeneres Wetter. „Es kann ja nur besser werden“, sagt er schmunzelnd.

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