Schaurige Lieder und singende Säge
Bild: Wiengarten

Autorin Sandra Lüpkes (l.) bot allen Anwesenden wunderbare Texte, Musik, Gesang und Döhnkes zwischendurch.

Bild: Wiengarten

Erfreut zeige sich Büchereileiterin Rita Schlingmann bei der Begrüßung, dass die gewünschte Lesung möglich geworden war. Mit der Vorstellung ihres neuen Buchs „Inselfrühling“ gestaltete die Autorin den Abend. Schon zu Beginn bekamen die Beelener ein großes Lob. Der Veranstaltungsraum des Betriebs Growe-Hagemeier gehöre zu den Besten, in denen sie je gelesen habe, so das Resümee der Autorin.

Was Sandra Lüpkes auszeichnet, ist ihre Stimme, die passenden Gesten, das schauspielerische Talent und dazu ihre musikalischen Gesanges- und Instrumentaldarbietungen. Mit singendem Kamm, Klaviermelodika, singender Säge und Flügelhorn untermalte sie Text und Lieder. Möwengeschrei, Wind und Brandung kamen vom Laptop. Passend zur schaurigen Erzählung in „Inselfrühling“, in der ein alter Inselfluch im Mittelpunkt steht, der vor fast 200 Jahren ausgesprochen worden war und das Ende der Insel bedeuten soll, hatte die Autorin schaurige Lieder aus der Mundorgel ausgewählt, die sie modern interpretierte. „Alle, die mit uns auf Kaperfahrt gehen“ und „War einst ein kleines Segelschiffchen“ wurden unter anderem angestimmt. Schaurig ging es in den Liedern und im Roman zu. Besonders die schreiende Säge als Instrument verstärkte diese Stimmung.

Im vierten Band, der sich um das Leben Jannikes in ihrem Inselhotel dreht, scheint alles perfekt. Jannike hat geheiratet und erwartet Zwillinge. Die Freude ist groß, aber heftige Frühlingsstürme und dramatische Situationen gefährden die Idylle. Neben Text- und Liedvorträgen hielt die Autorin viele Anmerkungen parat. So erfuhren die Zuhörer, dass der Konkurrent von Jannike, Gerd Bischof, mit seiner Frisur und zu langen Krawatte Ähnlichkeiten mit Donald Trump aufweist und der amerikanische Präsident bei einer möglichen Verfilmung des Romans diese Rolle übernehmen könnte.

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