Schwindelfreie Besucher besteigen Windrad
Bild: Wiengarten
Ein Dutzend Beelener Bürger, darunter etliche Flüchtlinge, besichtigten am Sonntag die Windkraftanlage der Familie Hartmann in Vohren.
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 Da auch in der Axtbachgemeinde demnächst Entscheidungen über die Genehmigung zum Bau weiterer Windräder getroffen werden müssen, nutzte Ratsherr Joachim Hassa (FWG), zugleich Vorsitzender des Bauausschusses, die Gelegenheit, um sich aus erster Hand informieren zu lassen. Frank und Andreas Hartmann gaben wechselweise Informationen über die Anlage, die seit fünf Jahren in Betrieb ist. Sie taten dies in leicht verständlicher und lockerer Form.

Die Zahlen, die sie nannten, waren beeindruckend. So hat die Anlage eine Gesamthöhe von knapp 140 Metern, höhere Windräder sind in Warendorf nicht erlaubt. Der Rotordurchmesser beträgt 82 Meter. Die Anlage kann 1000 Haushalte mit Strom versorgen und kostete rund drei Millionen Euro. Das Fundament hat einen Durchmesser von 18 Metern. Ferner wurden 2500 Kubikmeter Schotter verbaut. Dank moderner Technik werden Schattenwurf und Lärmbelästigung weitgehend vermieden. Veränderungen in der Tierwelt seit Inbetriebnahme des Windrades haben Frank und Andreas Hartmann bisher nicht feststellen können.

Nach dem „theoretischen Teil“ hatten die schwindelfreien Teilnehmer die Möglichkeit, das Windrad zu besteigen, um einen fantastischen Rundblick bis zum Münsteraner Fernsehturm und zum Teutoburger Wald zu genießen. Mit Sicherheitsgurten ausgerüstet ging es zunächst knapp fünf Minuten lang mit dem Aufzug nach oben. Die letzten Meter mussten dann selbst über Leitern erklommen werden.

Nach zwei Stunden bedankten sich Organisatoren und Gäste für die spannende Besichtigung, um dann auf dem Hof Heseker den Tag ausklingen zu lassen. Dort hatten die Grünen aus Warendorf mit Bürgermeisterkandidat Andreas Hornung ein Sommerfest organisiert.

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