Sorgen und Nöte schippern Axtbach hinunter
Bild: Wiengarten
Am Kindergarten war die erste Station – in einem szenischen Spiel zeigten Jugendliche, dass schon bei den Jüngsten Mobbing durchaus eine Rolle spielen kann und Ausgrenzung und Gemeinheiten für manche Kinder erfahrbar werden.
Bild: Wiengarten

Ziel des gemeinsamen Kreuzwegs waren unterschiedliche Stationen, an denen den Jugendlichen bewusst gemacht werden sollte, dass Ausgrenzung und Hass im Leben vieler Menschen eine Rolle spielen.

Die erste Station war der katholische Kindergarten. Die Jugendlichen hatten sich dazu ein szenisches Spiel überlegte, das zeigte, wie gemein schon Mädchen und Jungen im Kindergarten sein können und wie Mobbing auch dort schon in Einzelfällen zum Alltag gehört. Ihre Gedanken dazu schrieben die jungen Männer und Frauen auf bunte Zettel und schlugen diese an das mitgeführte Birkenkreuz.

Weiter ging es zu einem Kindergrab auf dem Friedhof. Dort hörte die Gruppe die Geschichte des kleinen Samuels, der nur drei Monate gelebt hatte. In aller Stille wurden Kerzen auf dem Grab entzündet.

Am Skaterplatz gab es die Möglichkeit, über das eigene Leben und die erfahrenen Verletzungen nachzudenken. Alles, was belastet, konnte auf kleine Papierboote geschrieben werden, die man auf das Wasser des Axtbachs setzte und die symbolisch weggetragen wurden. Thomas Thegelkamp machte deutlich, dass die Boote für Menschen stehen, durch die man Hilfe erfahre oder für die eigene Kraft, die man in schwierigen Zeiten mobilisiere. An der Grundschule gab es ein aktuelles Beispiel von Mobbing. In einem Text erfuhren die Jugendlichen die Geschichte von Fabian, einem von vielen heutigen Mobbingopfern. Pfarrer Norbert Happe schlug den gedanklichen Bogen zur Leidensgeschichte von Jesus und in die heutige Zeit.

Der Abschluss des Jugendkreuzwegs fand in Kirche statt. Dort brach man eine Rute auseinander, band sie zum Kreuz und empfing den Segen. Brigitte Tarner und Gisela Kohkemper hatten Tee und Brot vorbereitet. So stand die Gruppe noch einige Zeit zusammen und tauschte Gedanken aus. Die Organisatoren freuten sich über Rückmeldungen, die zum Ausdruck brachten, dass der Jugendkreuzweg die Teilnehmer berührt hatte. Ein Dank ging an die Mitglieder des Jugendmesskreises und an den Organisten Thomas Walzcak. Sie hatten durch ihr musikalisches Können den Weg begleitet.

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