Spannender Einsatz für die Gemeinschaft
Bild: Stempfle
Ehrenamtlich im Einsatz waren am Sonntag im Rathaus die Wahlhelfer (v. l.) Matthias Nüßing, Joachim Fomm (Wahlvorstand) und Eva Hanewinkel. Sie wurden mittags von weiteren Ehrenamtlichen abgelöst. Ab 18 Uhr kamen alle Wahlhelfer in das Wahllokal, um die Stimmen auszuzählen.
Bild: Stempfle

 Doch als schlimm haben das die Wahlberechtigten nicht empfunden. „Es ist schön, wenn sich viele Bürger beteiligen“, sagt Joachim Fomm. Er ist Wahlvorstand im Rathaus und zusammen mit seinem Team seit 7.30 Uhr ehrenamtlich im Einsatz. Seit 1981 begleitet er als Wahlhelfer die Stimmabgaben in der Gemeinde Beelen, für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Es macht Spaß, außerdem ist es toll, etwas für die Gemeinschaft tun zu können“, erklärt Fomm. „Spannend“ findet Eva Hanewinkel ihren Einsatz, zum ersten Mal ist die junge Beelenerin als Wahlhelferin aktiv. Ihre Aufgabe ist es, die Wahlzettel auszugeben, nachdem der Schriftführer den Namen des Bürgers im Wählerverzeichnis gefunden und abgehakt hat. Einen weiteren positiven Effekt hat Matthias Nüßing als Wahlhelfer ausgemacht: „Man trifft jede Menge Leute im Wahllokal.“

Nüßing ist an diesem Morgen dafür zuständig, zu kontrollieren, ob die Bürger auch im richtigen Wahllokal sind, um ihre Stimme abzugeben. Ein Pärchen hat nicht genau auf seine Wahlbenachrichtigung geschaut. „Sie müssen in der Grundschule wählen“, informiert Nüßing. Mit Dankesworten schwingt sich das Paar auf seine Fahrräder und fährt Richtung Osthoff.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Das gilt auch bei der Landtagswahl. Deshalb werden die Ausweise und Wahlbenachrichtungen der Bürger kontrolliert. Der Schriftführer hakt die Namen im Wählerverzeichnis ab und fertigt eine separate Strichliste mit abgegebenen Stimmen an. Dazu werden die Wahlbenachrichtungen gesammelt und nach 18 Uhr gezählt. „So kontrollieren wir, ob die Zahl der Wahlzettel auch zu der der Wählern passt“, erklärt Fomm. Wenn es zu einer Differenz kommt, zählen die Wahlstimmen aus der Urne, weiß Eva Hanewinkel. Bislang sei so ein Fall jedoch noch nicht vorgekommen, berichtet Fomm.

Spannend wird es um 18 Uhr, wenn die vier Beelener Wahllokale schließen und die Ehrenamtlichen mit der Auszählung beginnen. Dann werden die Wahlzettel sortiert und die Stimmen ausgezählt. „Das kann bis zu 2,5 Stunden dauern“, weiß Wahlvorstand Joachim Fomm aus Erfahrung. Denn bei der Auszählung gilt: Genauigkeit vor Schnelligkeit.

Im Wahlbezirk des Rathauses können 1158 Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. 166 Bürger haben bereits im Vorfeld von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Um 10.06 Uhr haben 72 Bürger ihre Wahlzettel in die aufgestellte Urne geworfen, der erste Wähler hat bereits um wenige Minute nach 8 Uhr seine Kreuze gemacht.

Dass die Zahl noch rapide in die Höhe schnellen wird, davon ist Joachim Fomm am Vormittag überzeugt. „Viele Bürger kommen direkt nach dem Kirchgang ins Wahllokal. Der zweite Schwung kommt erfahrungsgemäß am Nachmittag zur Kaffeezeit“, weiß der Wahlvorstand. Er hofft, dass sich viele Beelener an der Landtagswahl beteiligen. Wie hoch die Wahlbeteiligung am Axtbach und speziell im Wahllokal im Rathaus liegt, wird Fomm zusammen mit seinem fünfköpfigen Team wohl als einer der Ersten erfahren.

SOCIAL BOOKMARKS