Sprung als Rettung in letzter Sekunde
Im Jahre 1905 ist auf Wunsch von Bernhard Brinkhues die Kapelle Hartmann-Ribbert errichtet worden.

Aus Dank für eine Rettung in letzter Sekunde oder für eine plötzliche Heilung haben Beelener Bürger Wegebilder errichtet. Die finden sich vor allem in den Bauerschaften und haben einige Geschichten zu erzählen.

Nachdem ein 15-jähriger Junge einen Sturz von einem Heuboden überlebt hatte und wieder gesund geworden ist, ist auf Wunsch von Bernhard Brinkhues im Jahre 1905 die Kapelle Hartmann-Ribbert errichtet worden. Diese befindet sich im Hörster 18. Ein weiteres vermeintliches Wunder ereignete sich im Sommer 1754, in dem das vierjährige Mädchen Anna Deppen von Blindheit und einem entstellenden Aussatz im Gesicht geheilt wurde. Der Bildstock Herweg im Bauenrott 68 soll daran erinnern.

Vor mehr als 200 Jahren wurde die Kapelle Havelt in der Pohlstadt 8 errichtet. Sie wurde als Dank für die Rettung eines Postreiters gebaut. Dieser war beauftragt worden, eine größere Summe Geld zu transportieren. Er wurde auf seinem Weg von Räubern verfolgt. Im letzten Augenblick konnte er mit seinem Pferd im Sprung die Flucht über einen Bach ergreifen und somit den Räubern entkommen.

Zur Genesung eines nahen Angehörigen der Familie Lütke-Föller wurde 1919 das Wegekreuz Lütke-Föller in der Wöste 11 gebaut. Viele Wegebilder werden aus Dankbarkeit errichten. Dazu gehört zum Beispiel auch der Bildstock Krieft an der Greffener Straße 19, welcher den Dank des gemeinsamen glücklichen Familienlebens der Erbauer-Familie Krieft zum Ausdruck bringen soll.

Das Hofkreuz Bernsmann, das sich an der Greffener Straße 13 befindet, wurde anlässlich der Rückkehr von Anton Bernsmann aus dem Ersten Weltkrieg errichtet. Ähnlich das Hofkreuz Lütke Frie auf der Ostenfelder Straße 37. Die Familie erbaute es ebenfalls aus Dank, dass die gesamte Familie den Krieg unversehrt überstanden hatte. 

Das Hofkreuz Roggenland wurde 1914 von Christoph Roggenland gebaut. Es soll als Erinnerung an seine verstorbene Frau dienen. Der 1914 errichtete Korpus war allerdings aus Eichenholz geschnitzt und ist morsch geworden. Daher wurde er 1986 originalgetreu durch einen neuen Korpus ersetzt. Er befindet sich aber immer noch an der Straße Landhagen 8.

                          Kristin Loeber

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