Tüten haben im Bio-Müll nichts zu suchen
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Zur Erinnerung: So soll Müll getrennt werden. Die neue Abfallbeseitigungssatzung der Gemeinde Beelen verbietet Plastiktüten im Bio-Müll.
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Weil die Abfallbeseitigung dem Kostendeckungsprinzip unterliegt, ist die Gemeinde in regelmäßigen Abständen dazu verpflichtet, zu prüfen, ob mit den erhobenen Gebühren die Kosten gedeckt werden. Werden sie überstiegen, müssen sie gesenkt werden, was dem Bürger zugutekommt. Das ist in diesem Jahr der Fall für die Restmüll-Entsorgung. Die Leerung eines 80-Liter-Behälters beläuft sich nun auf 162,60 Euro (alt: 167,40 Euro), eines 120-Liter-Behälters auf 243,96 Euro (alt: 251,16 Euro) und eines 240-Liter-Behälters auf 487,80 Euro (alt: 502,35 Euro).

Seit dem 1. Januar beteiligt sich die Gemeinde Beelen – wie alle übrigen zwölf Kommunen des Kreises Warendorf – an der sogenannten Tonnenticker-App. Für die einmalige Einrichtung der App für Beelen entstehen der Gemeinde Kosten in Höhe von 890 Euro, die jährliche Wartung und Pflege des Online-Angebots belaufen sich auf 340 Euro. Der Bürger zahlt für die Nutzung der Applikation auf seinem Smartphone nichts.

Neuerungen betreffen vor allem den Bio-Müll. In der Satzung ist festgeschrieben worden, dass „zur Sicherung der Kompostqualität und aus verarbeitungstechnischen Gründen“ zur Sammlung von Bioabfällen keine Kunststofftüten oder kunststoffähnliche Abfallsäcke verwendet werden dürfen, auch dann nicht, wenn für diese der Nachweis der biologischen Abbaubarkeit erbracht wird. Im Klartext: Im Biomüll haben Plastiktüten, auch wenn sie biologisch abbaubar sind, von nun an nichts mehr zu suchen. Diese Regelung kann auf die Kontrollen der Bio-Abfallbehälter im Winter 2018 zurückgeführt werden („Die Glocke“ berichtete). Mitarbeiter der Gemeinde hatten die Tonnen kontrolliert und Rückmeldung über die ordnungsgemäße Befüllung mit Anhängern unterschiedlicher Farbe gegeben.

Diese Stichproben sollen auch in diesem Jahr durchgeführt werden, kündigte die Verwaltung an. Sollten Mülltonnen falsch befüllt sein, ist die Gemeinde von ihrer Verpflichtung zur Einsammlung der Abfälle entbunden. Wird bei drei aufeinander folgenden Entleerungsterminen auf der Grundlage einer fototechnischen Dokumentation festgestellt, dass Bioabfallgefäße falsch befüllt worden sind, werden die Bio-Tonnen abgezogen und durch Restmüllgefäße ersetzt.

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