Vielleicht das letzte Ameland-Lager
Väter, Betreuer und Jugendliche hatten sich am Mittwochnachmittag auf dem Lehrerparkplatz der Grundschule getroffen, um Koffer, Lebensmittel und andere Utensilien für das Ferienlager auf Ameland auf einen großen Lkw zu laden. Bild: Wiengarten

Um 13 Uhr sollen dann die Räder des Busses rollen, denn es gilt, die Fähre an der niederländischen Festlandküste rechtzeitig zu erreichen. Die Vorfreude war bereits am Mittwoch groß, als die Koffer, Lebensmittel und andere Lagerutensilien auf einen großen Lastwagen verpackt wurden. Wenn die Jugendlichen heute die Fähre in Nes verlassen, brauchen sie keine Koffer zu schleppen, denn die sind bereits im kleinen Dörfchen Buren an Ort und Stelle. Allerdings müssen die jungen Beelenerinnen und Beelener den nur wenige Kilometer langen Weg vom Fährhafen bis zum Feriendomizil zu Fuß zurücklegen. Dafür hat das „Kochgeschwader“ aber bereits beim Eintreffen der Lagergemeinschaft ein schmackhaftes Essen vorbereitet. Auch Lagerleiter Wolfgang Holtkamp und ein Großteil des Betreuerteams sind dann bereits zwei Tage vor Ort und haben alles vorbereitet. Die Jugendlichen und ihre Betreuer werden dieses Lager wohl besonders genießen, denn vielleicht ist jetzt nach mehr als 40 Jahren für eine bestimmte Zeit Schluss mit den Ferienlagern auf Ameland. Es fehlt an Anmeldungen, und außerdem konnte für den scheidenden Lagerleiter Wolfgang Holtkamp bisher kein Nachfolger beziehungsweise keine Nachfolgerin gefunden werden. Es wäre zweifellos schade, wenn das am längsten in Beelen organisierte Ferienlager aufgeben müsste. „Aber“, heißt es aus Reihen der Organisatoren, „noch ist nicht aller Tage Abend“. Die Katholische Kirchengemeinde ist ja bekanntlich Trägerin der Ferienmaßnahme, und deren Verantwortliche werden versuchen, das Lager zu erhalten. Und erst einmal stehen den Jugendlichen sowie den Betreuern und dem Kochpersonal hoffentlich wunderschöne und unbeschwerte Inseltage bevor. „Ameland, schönes Land, Perle im Meer“, so beginnt das Lied, das allen aktuellen und ehemaligen Lagerteilnehmern bestens bekannt sein dürfte. Und die Schönheit der Insel wird nicht nur am Strand erkundet, sondern auch in Form einer Inselumwanderung und mit dem Besuch des Leuchtturmes „am Ende der Welt“. Aber auch auf dem Bauernhof „Kiwitt“ wird es während des Aufenthalts jede Menge Programm für die jungen Beelener geben. Bastelangebote wird es geben, und abends wird bei den Lagerdiskotheken so richtig „abgezappelt“.

SOCIAL BOOKMARKS