Weniger Niederwild vor der Flinte
Bild: Wiengarten
Bevor die Versammlung begann, wurde die Trophäenschau begutachtet und diskutiert.
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Auch das Vorstandsmitglied der Kreisjägerschaft Warendorf, Hans-Gerd Suermann, hatte aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Rehbaum teilte mit, dass es keine jagdlichen Unfälle gegeben habe. Beklagen musste er allerdings eine hohe Zahl an Fallwild, Tiere also, die im Straßenverkehr umkamen. Der Rehwildbestand sei in Beelen gut. Aus der Trophäenschau hob er zwei außergewöhnliche Exemplare hervor. Die Böcke hatten Claudia und Norbert Havelt geschossen. Sorgen macht den Jägern die Niederwildstrecke. Dort gebe es dramatische Rückgänge.

Der Hegeringsleiter betonte, dass die Ursachen gründlich erforscht werden müssten. Auch die Zahl der Vögel sinke eklatant. Problematisch seien freilaufende Hauskatzen. Rehbaum erinnerte an Zeiten, in denen 1300 Fasanenhähne erlegt worden waren. Zuletzt sind es 154 gewesen. Nicht anders bei den Hasen. Statt – wie früher – 500, brachte man jüngst nur die Hälfte davon zur Strecke. Noch schlechter sieht es bei den Kaninchen aus, ebenso wie bei den Tauben.

Bei künftigen Taubenjagden gibt es übrigens eine Veränderung. Der Treffpunkt vor der Jagd entfällt, dafür erfolgt am Ende das Streckelegen. Rehbaum bedankte sich ausdrücklich bei Theo Steiling, der durch seinen stets aktuell bestückten Schaukasten am Beibachsportplatz für die Öffentlichkeitsarbeit sorge. Auch der Bau von Insektenhotels sei beispielhaft. Am 24. Mai findet die Fahrradtour statt. Diesmal ist Clarholz das Ziel, wo die Tradition des „Schinkenschießens“ wiederbelebt werden soll.

Kurz und knackig war der Bericht von Kassierer Reinhard Hövener. Er hatte den Bestand leicht erhöhen können. Die Prüfer Klemens Heitmann und Erich Klak berichteten der Versammlung von einer einwandfreien Verwaltung des Vereinsvermögens.

Claudia Havelt erzählte von den Ereignissen im abgelaufenen Vereinsjahr. Sie hatte Waldjugendspiele organisiert, die hervorragend angekommen seien. Mit drei Schulklassen war sie zudem im Wald, im Herbst folgt eine Wiederholung. Am Freitag bekam sie für ihre Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit viel Lob. Claudia Havelt erinnerte ferner an die Fahrradtour im Sommer, an das Wildbüfett im Hotel Hemfelder Hof, die hervorragende Hubertusmesse und die Entenjagd. Abschließend berichtete Schießwart Hermann Thormann von den Schießwettbewerben.

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