Wenn der Vater mit dem Sohn zum Piraten wird
Auf große Fahrt gingen 16 Piraten mit ihren Vätern. Die Freibeuter ankerten in der Evangelischen Bildungsstätte in Nordwalde auf Einladung des Familienzentrums.

Die erste Gruppe, die sich beim Vortreffen der Väter für das Motto „Piraten“ entschlossen hatte, segelte unter Leitung von Diplom-Sozialarbeiter Dirk Ackermann vom Axtbach nach Nordwalde. Ziel war die Evangelische Bildungsstätte, die reichlich Kajüten für die 16 Piraten und deren zehn Väter bot.

Nachdem die Zimmer bezogen waren, wurden die Bildungsstätte und das umliegende Gelände erkundet. Für Kinder und Väter eine gute Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Am Samstagmorgen wurde alles verbastelt, was die Materialkammern hergaben. Hüte, Enterhaken, Umhänge, Augenklappen aus Muscheln und Holzschwerter wurden in mühseliger Kleinarbeit hergestellt. Das Ergebnis war furchterregend, aber durchaus zufriedenstellend. Beim Mittagessen stärkten sich alle kleinen und großen Piraten mit Hähnchenkeulen, so wie es sich für richtige Seeräuber gehört, um für die anstehende Piratenprüfung am Nachmittag gewappnet zu sein.

Balancieren auf der Reling und den Masten, blindführen des Papas und Kanonenkugeln rollen waren nur einige der waghalsigen Disziplinen, die an diesem Nachmittag absolviert werden mussten. Auf dem Rückweg wurde zufällig eine Schatzkarte entdeckt, die die Mannschaft zu einem sagenumwobenen und in erster Linie „süßen“ Schatz führte. Am Abend erholten sich alle kleinen und großen Seefahrer bei Würstchen, Steak und Stockbrot am Lagerfeuer. Dabei wurde noch lange mit Papa gekuschelt und eine Menge Seemannsgarn gesponnen. Am Sonntagmittag lagen Müdigkeit und Freude nah beieinander; wurden doch die Segel wieder Richtung Axtbach gesetzt. Denn nach einer langen und abenteuerlichen Enterfahrt freut sich selbst der stärkste Pirat wieder auf zu Hause und somit auf seine Mama.

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