Wirtschaftsforum: Premiere mit Kritik
Rund 30 Frauen und Männer waren zum 1. Beelener Wirtschaftsforum ins Rathaus gekommen. Bürgermeisterin Elisabeth Kammann (Mitte) erläuterte den Anwesenden, welche Flächen demnächst als Bauland ausgewiesen werden können. Bilder: A. Edelkötter

„Es ist bei den Fachplanern daher die deutliche Tendenz zu beobachten, dass die Kosten für ihre Gutachten steigen“, brachte es ein Architekt auf den Punkt. 30 Unternehmer, Freiberufler und Lokalpolitiker waren zum 1. Beelener Wirtschaftsforum am Dienstabend ins Rathaus gekommen.

Alle Plätze waren besetzt, dennoch hätte sich Bürgermeistern Elisabeth Kammann eine größere Beteiligung gewünscht. „Wenn man bedenkt, wie viele Mitglieder der Gewerbeverein hat, ist die Teilnahme sicherlich ausbaufähig“, bilanzierte sie gestern. Ihre Vermutung: In einer kleinen Gemeinde wie Beelen passiere viel über den kurzen Dienstweg. „Vielleicht wird daher ein solches Wirtschaftsforum als Anlaufstation für akute Probleme gar nicht gebraucht. Dennoch ist es gut und richtig, dass wir in den Dialog gekommen sind“, meint die Bürgermeisterin und verspricht, dass das Forum zu einer jährlichen Veranstaltungsreihe werden soll.

Michael Venne, Vorsitzender des Gewerbevereins und Mit-Organisator des Wirtschaftsforums, zeigte sich durchaus zufrieden mit der Premiere. „Ich fand es gut. Die Leute sind miteinander ins Gespräch gekommen, wir haben uns besser kennengelernt“, urteilte er. Unter den 30 anwesenden Frauen und Männern waren zahlreichen Lokalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter. Die Zahl der „echten“ Gewerbetreibenden relativierte sich dadurch auf 15.

Dennoch: „Es war eine gelungene Veranstaltung“, meinte Kammann, die einiges an Arbeit mit auf den Weg bekam. Die Beelener Unternehmer baten sie eindringlich darum, die Probleme mit dem Bauamt in einem Gespräch mit Landrat Dr. Olaf Gericke zu klären. „So geht es nicht weiter. Es kann nicht sein, dass wir zum Teil jahrelang auf die Baugenehmigung warten müssen“, schimpften sie.

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