18-Jähriger erhält Strafe auf Bewährung
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Ein 18-Jähriger aus Ennigerloh ist am Dienstag wegen Körperverletzung zu einer Strafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden.
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 „Es war das Treffen zweier recht alkoholisierter Menschen in einer Kneipe“, fasste der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung die Vorkommnisse vom 9. Januar vergangenen Jahres zusammen. 

Angeklagt war der 18-Jährige auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, ohne Versicherungsschutz und wegen Missbrauchs von Kennzeichen. Letztere Vorwürfe spielten am Dienstag aber keine große Rolle. Der Angeklagte räumte sie ein.

Er sei am Abend des 9. Januar 2015 vom Geschädigten provokant angestarrt worden, sagte der 18-Jährige und betonte, einen Schlag auf die Lippe erlitten zu haben. Das allerdings beschönige nicht, dass er dem Geschädigten ins Gesicht getreten habe, als dieser am Boden lag. „Ich habe eine Grenze überschritten. Das tut mir leid“, bekannte der Angeklagte. „Ich war total im Rausch.“

Im Lauf der Verhandlung entschuldigte sich der 18-Jährige bei seinem Opfer – eine Entschuldigung, die der Schlossermeister (48) annahm. Die beiden reichten sich im Gerichtssaal die Hand. „Das war heftig. Ich habe das schon als sehr brutal empfunden“, schilderte eine Taxifahrerin (57) den Tritt ins Gesicht des Schlossermeisters. Von einem Schlag des Opfers habe sie nichts gesehen. Der Geschädigte hatte vor Gericht berichtet, dass ihm der Angreifer beim Verlassen der Kneipe ins Kreuz gesprungen sei. „Wer das war, habe ich nicht gesehen.“ Außer einer Riss-Quetschwunde an der Augenbraue erlitt der 48-Jährige durch den Angriff zahlreiche Hämatome. Zudem ging die Zahnprothese zu Bruch, später musste ein Zahn gezogen werden. Bleibende Schäden habe er aber nicht davongetragen, versicherte er.

Der 18-Jährige wurde zu einer Jugendstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro an den Geschädigten zahlen. Ein ebenfalls angeklagter Ennigerloher (21) wurde freigesprochen. Zeugen hatten bestätigt, dass er zur Tatzeit nicht in der Gaststätte gewesen sei.

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